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Psalm 112

1. Preist Gott in Versen und Gedichten!  / Wohl allen, die sich nach ihm richten,  / die sich, wenn er gebietet, freuen,  / statt seinen guten Weg zu scheuen.  / Der HERR trägt ihnen Glück entgegen,  / und ihren Kindern blüht der Segen.

2. Sie werden Heim und Nahrung haben,  / mit vielen Gästen sich zu laben.  / Wer wird sie schänden, wer vertreiben?  / Gerechtigkeit muss ewig bleiben.  / Hell dringt ein Licht in ihre Nächte:  / der Wahre, Gütige, Gerechte.

3. Glücklich, die leihen und nicht fragen,  / ob ihre Gelder Zinsen tragen,  / und denen Recht in ihren Dingen  / mehr gilt als sicheres Gelingen.  / Am graden Sinn und Tun gemessen  / bleibt der Gerechte unvergessen.

4. Er fürchtet keine schlimme Kunde,  / sein Herz lebt auf an Gottes Munde.  / Wo Angst und Missgunst um sich greifen,  / muss er sich nicht auf Macht versteifen.  / Er traut dem HERRN und wird es sehen,  / dass die Bedränger untergehen.

5. In Not weiß er sich zu erbarmen.  / Er sät und erntet für die Armen  / und wird doch groß und bleibt in Ehren,  / trotz allen, die es ihm verwehren.  / Niemand darf ihm den Weg vertreten.  / Preist Gott in allen Alphabeten!  / Melodie: Genf 1562  / Text: Jürgen Henkys 1993


Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei

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