Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Gebet
Sylvia Bukowski
Gott, wir bitten dich, dass wir - egal wie die Wahl ausgeht - die Menschen in Sachsen-Anhalt nicht über einen Kamm scheren und damit das tun, was wir an den rassistisch motivierten AfD-Anhängern kritisieren. Die Mehrheit sind sie nicht. Und selbst, wenn sie die Regierung an sich reißen, gibt es noch die Vielen, die freundlich, positiv und Menschlich denken.
Gott, mach uns mutiger, dem Hass und der Menschenfeindlichkeit zu widerstehen. Lass uns wirklich von Herzen für eine Gesellschaft eintreten, in der alle Menschen gleiche Rechte und Pflichten haben. Lass uns das wieder positiv vertreten und nicht nur hinter vorgehaltener Hand.
Gott, mach uns auch hellhöriger für die Einflussnahmen, für die Propaganda voller Lügen und die Verharmlosung von rassistischem und sexistischem Gedankengut.
Gott, gib uns Ideen, wie wir die Stimmung wieder ändern können - ohne dass vorher eine Katastrophe passiert. Irgendwie scheint es, braucht es ein Wunder. Das kannst nur du bewirken. Darum bitten wir dich! Amen
Georg Rieger RefApp
Gott, unser Vater im Himmel, du siehst uns, ermahnst und ermutigst uns. / Wie gut, dass dein Auge über uns wacht! / Lass auch uns genau hinsehen, / lass uns unserer Brüder und Schwestern Hüterinnen und Hüter sein! / Behalte uns im Blick, Gott, höre und erhöre unser Gebet! / Lass uns deine Augen sein, deine Ohren, deine Münder - / lass uns acht haben aufeinander und auf diese Erde, / die du uns zum Wohnort gegeben und uns zu bebauen und bewahren anvertraut hast: //
auf die geschundene Schöpfung, die den Interessen gewissenloser Profiteure geopfert wird, wenn wir es nicht verhindern; / - auf den Frieden zwischen verfeindeten Völkern und Staaten, innerhalb unserer gespaltenen Gesellschaft, unter Nachbarn, in unseren Familien, in uns selbst; / - auf die Achtung von Menschenwürde, Recht und Gesetz, die uns und andere gleichermaßen schützen, in gleicher Weise gelten, uns ausnahmslos alle verpflichten; / - auf die Einhaltung demokratischer Spielregeln, Fairness, Anstand, Wahrhaftigkeit; denn in diesen Werten spiegelt sich unser Respekt voreinander und unsere Ehrfurcht vor dir. //
Wir denken an alle, die Trost und Ermutigung brauchen, / weil sie einsam sind, traurig über den Tod eines lieben Menschen, / enttäuscht von sich selbst oder anderen, krank, süchtig, hilflos, verzweifelt: / Richte auf, die niedergeschlagen sind, und hilf uns zu helfen, soweit unsere Kräfte reichen! / Amen.
Stephan Schaar
Gott – / wir leben vielfach in Angst. / Doch wir wollen kein Spielball der Verhältnisse sein. / Wir wollen Verantwortung übernehmen. // Ich will die Augen nicht verschließen / vor der Wohnungsnot bei gleichzeitigen Immobiliengewinnen / vor den Lücken in den öffentlichen Kassen / bei gleichzeitigem Anstieg der Milliardenvermögen / vor der Gefährdung von Sanitäterinnen und Zugbegleitern / vor der Überforderung von Erziehern und Lehrerinnen / vor der Unsicherheit in der medizinischen Versorgung / vor der Zukunftsangst der Arbeitslosen. // Ich will nicht abstumpfen gegenüber dem täglichen Sterben / in den Kriegsgebieten und in den Elendsunterkünften. / Segne uns mit Fantasie und Mut und Durchhaltevermögen, / um gemeinsam mit anderen an politischen Lösungen zu arbeiten. / Lass uns mit unseren beschränkten Möglichkeiten / Zum Segen für andere werden. // AMEN
Gudrun Kuhn
Gebet zum Ende der Sommerferien - Ankommen
Gott des Lebens, / hinter uns liegt eine große Atempause, / eine wohltuende Unterbrechung, / Tage, an denen, die Uhrzeit keine Rolle spielte, / und das Frühstück auch mal gegen Mittag sein durfte, / weil der Abend bis in den Morgen reichte. //
Hinter uns liegen ausgiebige Spaziergänge am Meer / oder auf Traumpfädchen in den Bergen. / Wir spürten unsere Muskeln, Gott, / waren nicht selten gefordert und manchmal ganz schön aus der Puste. / Oben am Gipfel angekommen wurde manch ein Wanderer / durch eine fantastische Aussicht belohnt. / „Wie wunderbar sind deine Werke, Gott! / Wie schön ist das, was du geschaffen hast!“ //
Doch nun sind die Sommerferien bei vielen vorbei, bei manchen schon bald, Gott, / der Alltag klopft an die Tür und / schon beginnt die Schule wieder. / Die meisten Urlauber sind bereits zurückgekehrt in ihre Heimat: / die Berufstätigen an ihren Arbeitsplatz, / wir alle in die vertrauten vier Wände unseres Zuhauses. / Irgendwie schade, Gott, dass die Ferien immer so schnell um sind. //
Aber das Zurückkehren, / und das langsame wieder Ankommen haben auch etwas Schönes. / Zu wissen: Ich habe einen Ort, eine Heimat, / mein Zuhause wartet auf mich, / und die Nachbarn und meine Katze auch, / empfinde ich als großen Segen. / Wenn ich den Schlüssel in meine Haustür stecke und umdrehe und / beim Eintreten erleichtert mein Gepäck abstellen kann, / fällt alle Anstrengung von mir ab. / Gott, ich danke Dir für diese Auszeit! / Für die Bewahrung! / Für all das, was ich in den letzten Tagen und Wochen erleben durfte.
Claudia Kurrelvink
Selma Dorn
Jürgen Kaiser