Sonntag 11. Oktober 2020
Jesaja 58,1-7a
58 1 Rufe aus voller Kehle, halte dich nicht zurück! Einem Schofar gleich erhebe deine Stimme, und verkünde meinem Volk sein Vergehen und dem Haus Jakob seine Sünden! 2 Tag für Tag suchen sie mich, und es gefällt ihnen, meine Wege zu erkennen. Wie eine Nation, die Gerechtigkeit übt und das Recht ihres Gottes nicht verlassen hat, fragen sie mich nach den Satzungen der Gerechtigkeit, es gefällt ihnen, wenn Gott sich nähert. 3 Warum haben wir gefastet, und du hast es nicht gesehen, haben wir uns gedemütigt, und du weisst nichts davon? Seht, an eurem Fastentag geht ihr anderen Dingen nach, und alle eure Arbeiter treibt ihr an. 4 Seht, ihr fastet so, dass es zu Streit kommt und zu Zank und dass man zuschlägt mit der Faust des Unrechts. Ihr fastet heute nicht so, dass ihr eure Stimme in der Höhe zu Gehör bringt. 5 Soll das ein Fasten sein, wie ich es will: Ein Tag, an dem der Mensch sich demütigt? Soll man seinen Kopf hängen lassen wie die Binse und sich in Sack und Asche betten? Soll man das ein Fasten nennen und einen Tag, dem HERRN wohlgefällig? 6 Ist nicht dies ein Fasten, wie ich es will: Ungerechte Fesseln öffnen, die Stricke der Jochstange lösen und Misshandelte freilassen und dass ihr jedes Joch zerbrecht? 7 Bedeutet es nicht, dem Hungrigen dein Brot zu brechen und dass du Arme, Obdachlose ins Haus bringst? tvz