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Psalm 91

1. Wer in dem Schutz des Höchsten lebt,  / in seinem Schatten wohnet,  / der spürt, wie Gott ihn trägt und hebt  / und ihn in Not verschonet.  / Gott hört’s, wenn meine Seele spricht:  / »Du bist’s, auf den ich traue.«  / Drum ist er meine Zuversicht,  / auf den ich alles baue.

2. Gott ist es, der dir Hoffnung gibt,  / von Fesseln dich befreiet.  / Gott ist es, der dein Leben liebt  / und in der Angst erneuet.  / Du findest deine Sicherheit  / im Schatten seiner Flügel.  / Dein Schutz und Schild ist allezeit  / sein Wort, der Wahrheit Siegel.

3. Die Seuche, die im Finstern schleicht -  / lass dir davor nicht grauen.  / Wenn tags der Tod vorüberstreicht,  / du kannst ihn furchtlos schauen.  / Du siehst das Morden ringsumher,  / zur Linken tausend sterben  / und dort zur Rechten zehnmal mehr.  / Doch fürchte kein Verderben.

4. Denn Gott ist deine Zuversicht  / und Zuflucht in Gefahren.  / Der Allerhöchste täuschet nicht,  / er wird dich treu bewahren.  / Der HERR wird seiner Engel Wacht  / auf deine Wege senden,  / die tragen dich in Gottes Macht  / auf ihren treuen Händen.

5. »Weil«, spricht der HERR, »er mein begehrt,  / mich über alles liebet  / und meinen Namen kennt und ehrt  / und mir sich ganz ergibet,  / so soll ihm, was er unternimmt,  / in allem wohl gelingen.  / Zur Herrlichkeit, für ihn bestimmt,  / will ich ihn selber bringen.

6. Ruft er mich an, so will ich ihn  / in aller Not erhören,  / und wer ihm droht, soll vor ihm fliehn,  / ich setz ihn hoch in Ehren  / und lass ihn, ist er lebenssatt,  / im Licht mein Heil erblicken.  / Den, der mich ehrt, will ich mit Gnad  / in Ewigkeit erquicken.«  / Melodie: 1543 / Genf 1551  / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei

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