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Montag 23. Oktober 2023

Matthäus 22,2-14

Das Reich der Himmel

Ein König gab für seinen Sohn ein Hochzeitsfest und schickte Knechte aus, um die Gäste zur Feier zu laden. Aber die Gäste wollten nicht kommen. Da schickte der König andere Knechte und trug ihnen auf: ‘Sagt den Gästen: Die Vorbereitung ist fertig, ich habe Ochsen und gemästete Kälber geschlachtet, es ist alles bereit, kommt also zum Fest!’ Aber die Gäste kümmerten sich nicht darum: Der eine ging auf sein Feld, der andere in sein Geschäft, und wieder andere ergriffen die Knechte, verspotteten sie und brachten sie um. Als der König das hörte, wurde er zornig und schickte ein Heer aus, um die Mörder zu töten und ihre Stadt zu zerstören. Dann sagte er zu seinen Knechten: ‘Das Hochzeitsmahl ist bereit, aber die Gäste verdienten es nicht. Auf! Geht zum Stadtrand, stellt euch an den Weg und ladet zum Hochzeitsfest ein, wen immer ihr findet!’ Da gingen die Knechte hinaus auf die Strassen und brachten mit, wen sie fanden: Böse und Gute. Und der Hochzeitssaal wurde voll: Gäste allüberall! Als der König eintrat, um sie zu sehen, erblickte er einen Mann, der kein Festkleid trug. ‘Freund’, sagte er zu ihm, ‘wie bist du hier hereingekommen – ohne festliches Gewand?’ Da verstummte der Mann. Der König aber sagte zu seinen Dienern: ‘Bindet ihm Hände und Füsse und werft ihn ins Dunkel hinaus: Dort mag er mit den Zähnen knirschen und heulen!’ Denn es sind viele geladen, doch nur wenige sind auserwählt.


Übersetzung Walter Jens 1972

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