Briefe von Marie Durand (1711-1776)
Ich habe lange gebraucht, um Ihnen zu antworten, aber das ist nicht meine Schuld. Ich wollte versuchen, etwas für Sie herauszufinden, um es Ihnen mitzuteilen; aber was ich herausfinden konnte, wird uns die Zeit wohl zeigen. Zunächst möchte ich Ihnen sagen, dass ein junger invalider Mann aus meinem Land, der bei einem Schuhmacher in dieser Stadt arbeitet, gehört haben will, dass ein c... seinem Bourgeois gesagt habe, dass der p... an ihre Provinz geschrieben habe, dass Frankreich bald ganz protestantisch sein würde. [D]er Sohn einer meiner Landsfrauen erzählte mir, dass ein Herr vorbeigekommen sei, vermutlich aus Paris und zu einem bestimmten Zweck nach Soyons geschickt, der nach dem Standort des Tempels gefragt habe. Als man ihn dorthin geführt habe, habe er gefragt, was man mit den Steinen dieses Tempels gemacht habe. Man gab ihm Auskunft, und] am Tag nach seiner Abreise sagte der Pfarrer des Ortes zu einem ehrbaren Katholiken, dass die Protestanten noch vor Ende dieses Jahres ihre volle Gewissensfreiheit erhalten würden. Dieser Katholik erzählte es dem Sohn meiner Landsfrau und versicherte ihm, dass es die Wahrheit sei.
An Pastor Paul Rabaut, 21. August 1762