Gebet
Tagesaktuelles Gebet
Gebet
Georg Rieger
HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels / und um Jesus Christus willen auch für uns Vater und Mutter im Himmel. // wir stehen vor Dir, weil wir die Hoffnung noch nicht aufgegeben haben, / dass Du den Chaosmächten Einhalt gebieten kannst. / weil wir darauf vertrauen, dass Du deine Welt nicht preisgibst. / Auch wenn das, was uns vor Augen steht, anderes nahelegt. // Der mächtige Mann im Kreml hinterlässt verbrannte, / auf lange Zeit unbewohnbare Erde. / Und keiner in Sicht, der ihn aufhalten könnte. / Mächtige Männer in den USA, der eine irrlichternd, / andere verfügen über soviel Kapital und Technologie, / dass einem Angst und Bange werden kann. / Der Krieg im Nahen Osten und das Leiden im Sudan. // Was könnten wir anderes tun, als Dir in den Ohren zu liegen? / Dir das vor die Füße zu legen, was schon zum Himmel schreit. / Unsere Macht ist zu klein.//
HERR, erbarme dich! // Aber das, an was Du uns heute erinnert hast, wollen wir tun: / Wohnraum schaffen, für Saat und Ernte sorgen, / für Kinderlachen und das Leben feiern. / Lebensraum gestalten, der Stadt Bestes suchen. / Danken für das, was so gut funktioniert: / für Feuerwehr und Rettungsdienste, / die Müllabfuhr und die Straßenreinigung, / für den Bäcker und die Bäuerin und so vieles mehr. // Gieß deinen Geist aus HERR, / damit Zuversicht wächst und Ideen sprudeln, / wie wir der Stadt Bestes suchen können / und das auch für unser Land / und vor allem für die jungen Leute, die um ihre Zukunft bangen. / Damit wir das als notwendig erkannte ins Tun übersetzen. / Weil sich nur so Frieden stiften lässt, / weil nur so Hass und Gewalt der Raum genommen wird / für deren zerstörerisches handeln. / Gieß deinen Geist auf uns aus, HERR. //
so lange es Saat gibt und Ernte und / Herbstgewitter über Dächern, Schneegestöber voller Zorn, / Frühjahrssturm im Laub vom Vorjahr und Sommerwind in reifem Korn, / und Abend und Morgen, Werktage und Sonntage, / so lange vertrauen wir darauf, dass du regierst. / Mach es uns bitte nicht zu schwer. / Amen
Gerhard von der Heyden
Georg Rieger
Hallo Gott,
wir sind’s,
die oft genug schwach sind.
Wir, die nicht mehr können, nicht mehr wollen.
Wir, die keinen Ausblick sehen oder das Ziel aus den Augen verloren haben.
Wir wissen das. Du weißt das, Gott.
Wir machen uns Druck oder ducken uns weg.
Mit unserer Hoffnung ist kein Staat zu machen.
Wir geben uns so leicht auf oder geschlagen,
trauen weder uns noch dir etwas zu.
Gott, bitte ändere DAS in uns.
Gib uns Mut, Gott,
denn wir können mehr als wir meinen.
Mach uns stark, damit wir dir und uns vertrauen.
Hilf uns, so dass unsere Gedanken umpolen auf Zuversicht.
Nicht die Flinte ins Korn und mattes Gemüt, sondern Vertrauen, DASS es geht.
Lass uns sehen und hören, was DA ist.
Lass uns sehen und hören, dass du DA bist.
Lass uns in deinem Geist miteinander leben,
als Glaubende, als Liebende, als Hoffende.
So, dass wir deinem Name alle Ehre machen.
Amen.
Selma Dorn
Lebendiger und wahrhaftiger Gott, / wir kommen zu Dir mit unseren Fragen, / unseren Zweifeln und unserer Sehnsucht nach Wahrheit. / Denn wir leben in einer Welt, / in der mit Worten und Nachrichten gespielt wird. //
Wir wissen, / dass Worte eine enorme Kraft haben. / Sie können Welten verändern / zum Guten wie zum Schlechten. / Worte können uns täuschen, / aber Worte können auch eine Hoffnung säen, / die stärker ist als die nackte, bittere Realität um uns herum. //
Wir bitten dich: / Schärfe unseren Verstand für den kritischen Umgang mit dem, / was uns in der Welt erzählt wird. / Öffne unsere Herzen für die schöpferische Kraft des Glaubens. / Lass uns nicht resignieren vor der sichtbaren Not der Welt, / sondern feststehen in der Hoffnung, / die du uns schenkst. //
Dies bitten wir umso mehr, / als wir merken, / wie brüchig unsere digitale Welt geworden ist: / Internet-Server werden gehackt; / noch herrscht Schadenfreude, / doch wann erwischt es uns? / Sicherheitslücken legen Websiten lahm; / noch lässt sich das beheben, / doch was ist, / wenn die KI angreift? / Und Satellitensignale werden gedrosselt; / noch sind wir nicht betroffen, / doch was ist mit den Menschen in Kiew, / die jetzt zu spät vor Raketen gewarnt werden? //
Barmherziger Gott, / dieser Wahnsinn lässt sich kaum aushalten. / Wohin steuern wir gerade? / Hilf uns, / hier klar zu sehen, / und schenke uns inmitten dieses Sturms deinen Frieden. / Lass uns nicht ohnmächtig erstarren vor der Macht der Technik / oder der Kälte des Krieges. / Sondern erinnere uns daran, / dass du der Grund bist, / der uns hält, / wenn alle Netze reißen. //
Wir bitten dich für die Menschen in Kiew, / in der Ukraine und überall dort, / wo Angst und Bedrohung den Alltag beherrschen: / Sei du ihr Schutz, / sei du ihr Licht in der Dunkelheit / und wecke in den Mächtigen dieser Erde den Willen, / gegenzusteuern gegen den Wahnsinn dieser Welt. // Amen.
Achim Detmers
Marianne Reifers, Luxor, Egypt
Gott, / dein Wort durchdringt / den Panzer, / mit dem wir unsere Seele schützen / vor dem Schmerz / zu großer Hoffnung / und zu großer Liebe. // Du öffnest / den Schleier / aus Trauer und Wut, / der sich auf unsere Augen gelegt hat / und uns den Blick trübt / für alles Neue. // Du rührst / an unsere vergrabene Sehnsucht, / dass sich Tränen in Lachen, / Kummer in Freude / und Tod in Leben / verwandeln mögen. // Und was du versprichst, Gott, / das ist wahr! // Lass uns fassen, / was wir hören / und hoffen, / was noch wie ein Traum erscheint. / Herr, unser Gott, erbarme dich unser! // Amen
Sylvia Bukowski