Psalm

Psalmmelodien zum Mitsingen und -summen

Wöchentlich werden hier Psalmmelodien der Genfer Psalter zum Hören und Mitsingen bereitgestellt. Der Genfer Psalter (oder Hugenottenpsalter) ist eine Liedersammlung aus dem 16. Jahrhundert und ein spezifisch reformierter Beitrag zum evangelischen Kirchenlied. In diesem Jahr stammen die Klänge von der Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin. Wir danken Herrn Kilian Nauhaus für die Zustimmung zur Veröffentlichung.

Psalm 139

1. Du, HERR, mein Gott, erforschest mich,  / du kennst mich ganz, was trüget dich?  / Ich sitz und stehe auf vor dir,  / du schaust bis auf den Grund in mir.  / Eh die Gedanken noch entstehen,  / hast du sie schon von fern gesehen.

2. Ich gehe oder leg mich hin,  / du, HERR, bist um mich, wo ich bin,  / du missest meine Wege ab,  / du siehst es, was ich bin und hab,  / hast meine Worte schon vernommen,  / bevor sie auf die Zunge kommen. 

3. Wohin ich schaue, seh ich dich,  / denn rings umher umgibst du mich,  / und über mir ist deine Hand.  / Wie wunderbar ist dein Verstand!  / Ich kann ihn nimmermehr erreichen  / und finde nichts, ihm zu vergleichen. 

4. Wie könnt ich deinem Geist entfliehn?  / Wo deinem Anblick mich entziehn?  / Du bist an allen Orten nah.  / Führ ich gen Himmel, bist du da,  / wollt ich mich in den Abgrund legen,  / so trittst du mir auch dort entgegen. 

5. Wenn mir die lichte Morgenröt  / auch ihre schnellen Flügel böt,  / und flog ich gleich dem Wind daher,  / ruht ich an dem entfernten Meer,  / so würde deine Hand mich führen  / und deine Rechte mich regieren.

6. Spräch ich: Mich decke doch gewiss  / die Hülle dichter Finsternis,  / so wär die Nacht rings um mich Licht,  / denn Dunkel schützt vor dir mich nicht.  / Nacht ist wie Tag, und Strahlen müssen  / dir leuchten aus den Finsternissen.

7. Denn mich hat deine Schöpfermacht  / geheimnisvoll hervorgebracht.  / Dein Auge sah mich, eh ich war,  / als du mich machtest wunderbar  / und mich dein bildend Wort: Es werde!  / schuf in dem dunklen Schoß der Erde. 

8. Ja, HERR, noch ungeboren war  / ich deinen Augen offenbar.  / Mein Lebensweg und jeder Tag,  / der noch in ferner Zukunft lag,  / war längst schon in dein Buch geschrieben,  / und nichts ist dir verhüllt geblieben.

9. Ich halte mich von allen fern,  / die dich verleugnen, ihren HERRN.  / Du, Gott, du bist der Menschen Freund,  / wer dich nicht ehrt, der wird mein Feind.  / Wie könnt ich lieben, die dich hassen,  / die Frevler, die dich, HERR, verlassen? 

10. Erforsch, ergründe meinen Sinn,  / prüf und erkenne, was ich bin,  / und was bewegt des Herzens Grund,  / was du nur weißt, HERR, mach’s mir kund.  / Sieh, ob ich geh auf argem Stege  / und leite mich auf ewgem Wege.  / Melodie: Genf 1551  / Text: Str. 1 bis 8 nach Matthias Jorissen 1793, Str. 10 nach Petrus Georg Bartels, 1832-1907


Dick Sanderman
Psalm 73

1. Ja, Israel hat dennoch Gott  / zum Trost in aller seiner Not.  / O, Gott ist gut den reinen Herzen,  / ein Licht in Nacht, ein Trost in Schmerzen,  / und doch war ich geglitten fast,  / gestrauchelt unter meiner Last,  / dass ich mich schon dem Falle nah  / und meinen Glauben wanken sah.

2. Ich war empört und sah mit Neid  / der Stolzen Pracht und Herrlichkeit,  / die immerfort in Sünden leben  / und immer höher sich erheben.  / Nichts hemmet ihren freien Lauf,  / selbst Gottes Wort hält sie nicht auf.  / Sie tun, was ihnen dünket recht,  / und ihre Kraft bleibt ungeschwächt.

3. Es spricht ihr Mund in hohem Ton,  / als käm’s herab vom Himmelsthron.  / Was ihre Zunge sagt auf Erden,  / soll gelten und befolget werden.  / Und selbst mein Volk, das Gott verehrt,  / läuft ihnen nach und wird betört,  / kehrt sich von Gott und sucht Genuss  / in der Gottlosen Überfluss.

4. Wie groß ist der Versuchung Macht!  / Fast hätt ich auch wie sie gedacht  / und so verurteilt und betrübet,  / die Gott als seine Kinder liebet.  / So sann ich nach und suchte Licht,  / ich suchte, aber fand es nicht,  / der Zweifel warf mich hin und her,  / das Rätsel blieb, es war zu schwer. 

5. Doch als ins Heiligtum ich trat  / und Gott im Licht und Klarheit bat,  / da sah ich staunend, dass sich wendet  / der Frevler Glück und plötzlich endet.  / Denn ihre Herrlichkeit ist Schaum  / und geht vorüber wie ein Traum.  / Sind sie gleich Götzen, du, o Gott,  / machst sie bald zu der Leute Spott. 

6. HERR, nun häng ich an dir allein,  / ja, ich will immer bei dir sein.  / Du lässest meinen Fuß nie gleiten,  / greifst meine Rechte, mich zu leiten,  / nach deinem, nicht nach meinem Rat.  / Du kommst und nimmst früh oder spat,  / bin ich bewährt durch Kreuz und Leid,  / mich auf in deine Herrlichkeit.

7. Wie gäb der ganze Himmel mir  / Befriedigung, HERR, außer dir?  / Kann ich durch alles Gut auf Erden  / auch ohne dich gesättigt werden?  / Verschmachtet Leib und Seel in mir,  / so hab ich Speis und Trank an dir.  / Gott, meines Herzens Trost und Teil,  / du bist in Ewigkeit mein Heil. 

8. Weh dem, der dir die Treue bricht!  / Seht, er entgeht nicht dem Gericht,  / der einst versprach, nur dir zu leben,  / und hat den Götzen sich ergeben.  / Gott nah zu bleiben allezeit  / ist meine hohe Seligkeit.  / Vertrau ich dir, so kann ich ruhn.  / O HERR, einst preis ich all dein Tun!  / Melodie: Genf 1551  / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Dick Sanderman
Psalm 42

1. As the hart, about to falter,  / In its trembling agony,  / Longs for flowing streams of water,  / So, O God, I long for Thee.  / Yes, athirst for Thee I cry;  / God of life, O when shall I  / Come again to stand before Thee  / In Thy temple, and adore Thee?

2. Bitter tears of lamentation  / Are my food by night and day.  / In my deep humiliation  / “Where is now your God?” they say.  / Oh, my soul’s poured out in me,  / When I bring to memory  / How the throngs I would assemble,  / Shouting praises in Thy temple. 

3. O my soul, why are you grieving,  / Why disquieted in me?  / Hope in God, your faith retrieving:  / He will still your refuge be.  / I again shall laud His grace  / For the comfort of His face:  / He will show His help and favor,  / For He is my God and Savior.  / Dewey Westra, 1931, rev.


Genevan Psalter
Psalm 103

1. Lobsinge Gott, erwecke deine Kräfte,  / mein Geist, sein Lob sei immer dein Geschäfte.  / O bet ihn an, sein Nam ist Majestät.  / Lobsing dem HERRN, erheb ihn, meine Seele!  / Er sorget treu, dass dir kein Gutes fehle.  / Vergiss den nicht, der dich durch Huld erhöht.

2. Preis ihn! Er ließ vor ihm dich Gnade finden,  / und er vergibt dir alle deine Sünden.  / Er ist dein Arzt, der deine Krankheit heilt.  / Ja, er erlöst dein Leben vom Verderben,  / krönt dich mit Huld als seines Reiches Erben,  / da seine Hand dir Gnad um Gnad erteilt. 

3. Preis ihn, der dich mit Speis die Füll erfreuet,  / die Jugend dir im Alter noch erneuet!  / Er gibt dir gleich dem Adler Kraft und Mut.  / Er leitet, die Gewalt und Unrecht leiden,  / vom Kummer zum Genusse großer Freuden.  / Gott selber bleibt der Armen höchstes Gut. 

4. Er schaffet allen Recht, die Unrecht leiden,  / und hat geoffenbart seit alten Zeiten  / sein herrlich Tun den Kindern Israel.  / Er ist barmherzig und von großer Treue,  / übt jeden Morgen Gnad und Güt aufs neue.  / Sein Lieben bleibt, sein Zorn vergehet schnell. 

5. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden,  / zerschlagnen Herzen lässt er Heil verkünden.  / Er straft uns nicht in seiner großen Huld,  / und züchtigt er, will er uns nur umsorgen.  / So weit entfernt der Abend ist vom Morgen,  / entfernet er von uns die Last der Schuld.

6. Wie sich erbarmt ein Vater seiner Kinder,  / so voll von Huld erbarmt sich Gott der Sünder,  / die hier gebeugt vor ihm um Gnade flehn.  / Er weiß, dass er uns bildete aus Erde,  / ist eingedenk, dass Staub zu Staube werde  / und wir ohn ihn ohnmächtig untergehn.

7. Ist nicht der Mensch bei vieler Müh und Plagen  / dem Grase gleich in seinen Lebenstagen?  / Wie eine Blum des Feldes blühet er.  / Es fährt darüber hin des Windes Wehen,  / da ist die Blume nimmermehr zu sehen,  / und ihre Stätte weiß nichts mehr von ihr.

8. Von Ewigkeit zu Ewigkeit soll währen  / die Huld des HERRN für alle, die ihn ehren,  / und seine Gnad auf Kindeskindern ruhn.  / Sein ewig Heil wird über allen walten,  / die seinen Bund, sein göttlich Zeugnis halten  / und, was er will, von ganzem Herzen tun.

9. Lobt, lobt den HERRN, ihr seine lichten Heere!  / Ihr dienet ihm, auch euch ist’s Ruhm und Ehre,  / wenn ihr, wie’s ziemt, stets seinen Willen tut.  / Lobsingt dem HERRN, ihr alle seine Werke,  / so weit er herrscht, erhebet seine Stärke!  / Und du, mein Geist, erheb dein höchstes Gut!  / Melodie: Genf 1551  / Text: nach Matthias Jorissen 1793, Str. 4, 5, 7 nach August Ebrard 1852


Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei
Psalm 36

1. Der Böse redet stolz sich ein,  / dass Gottesfurcht sei Wahn und Schein,  / dass Gott darauf nicht achtet.  / Dann rühmt er, dann gefällt er sich,  / wenn er geheim und öffentlich  / nach Freveltaten trachtet.  / Sein Denken ist Vermessenheit,  / sein Wort und Tat Gottlosigkeit,  / und nimmer sinnt er Gutes.  / Des Nachts erdenkt er seinen Plan,  / schafft sich am Tage freie Bahn,  / wirkt Unheil frohen Mutes.

2. HERR, deine Güt und Wahrheit steht,  / so hoch und weit der Himmel geht,  / dein Recht steht ohne Wanken.  / Ist dein Gericht ein Abgrund mir,  / so müssen Mensch und Vieh doch dir  / für deine Hilfe danken.  / Wie teur ist deine Güte! Du,  / du gibst den Menschenkindern Ruh  / in deiner Flügel Schatten,  / wo du aus Freudenströmen tränkst,  / die Güter deines Hauses schenkst  / und hoch erquickst die Matten.

3. Bei dir fließt unser Lebensquell,  / in deinem Lichte sehn wir hell,  / wir können sonst nicht sehen.  / Lass über deiner Kinder Schar  / dein Recht und Gnade immerdar  / als Schild und Sonne stehen.  / Kein stolzer Fuß zertrete mich,  / nie rühm die Hand des Frevlers sich,  / dass sie mich stoß darnieder.  / Die Bösen stürzt ihr böser Sinn,  / seht, die Verbrecher sinken hin  / und kehren nimmer wieder.  / Melodie: 1543 / Genf 1551  / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei
Psalm 34

1. Ich rühm den HERRN allein,  / er ist derselbe, der er war.  / Sein Lob soll jetzt und immerdar  / in meinem Munde sein.  / Er liebt sein Eigentum.  / Bedrängte hört’s, freut euch des HERRN!  / Ja, danket ihm: Er hilft so gern.  / Der HERR ist unser Ruhm.

2. Lobt, lobt den Ewigen!  / Er zeigt in seiner Größe sich.  / Kommt, lasset uns gemeinschaftlich  / jetzt seinen Ruhm erhöhn!  / Er hält mich immer fest,  / ich sucht und fand ihn, meinen Gott.  / Seht, wie er bald aus aller Not,  / aus aller Furcht erlöst.

3. Die immer auf ihn schaun,  / empfangen von ihm Trost und Licht.  / Scham decket nie ihr Angesicht,  / weil sie auf Gott vertraun.  / Rief je ein Elender,  / der HERR erhörte seine Stimm,  / aus allen Nöten half er ihm,  / und wer hilft so wie er? 

4. Freund Gottes, du kannst ruhn,  / denn Engel Gottes lagern sich  / rings um dich her und sehn auf dich.  / Was kann ein Mensch dir tun?  / Kommt alle, schmeckt und schaut,  / wie freundlich der Erbarmer sei,  / ja, seine Güt ist täglich neu.  / Wohl dem, der auf ihn traut! 

5. Kommt her, ihr Kinder, hört,  / versammelt euch um euren Freund,  / da er’s mit euch am besten meint,  / der Gottesfurcht euch lehrt.  / Wer Lust zum Leben hat,  / hält sich von allem Bösen fern,  / tut Gutes nach dem Wort des HERRN,  / sucht Frieden, jagt ihm nach.

6. Wenn die Gerechten schrein,  / so hört’s der HERR, er hilft vom Tod  / und rettet sie aus aller Not,  / das kann der HERR allein.  / Ja, er ist immer nah,  / wo er zerbrochne Herzen sieht  / und ein zerschlagenes Gemüt,  / gleich ist sein Trost auch da.

7. Der Fromme leidet viel,  / doch schenkt der HERR in allem Kraft  / und führt ihn in der Pilgerschaft  / durch Leiden hin zum Ziel.  / Wer seine Hoffnung baut  / allein auf Gott, der sieht ihn groß.  / Der HERR spricht im Gerichte los,  / den, der auf ihn vertraut.  / Melodie: Genf 1551  / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Dick Sanderman
Psalm 145

1. Mein König und mein Gott, mein höchstes Gut,  / dich will ich hoch erhöhn mit frohem Mut.  / Ich rühme deinen Namen allezeit,  / von Tag zu Tag und bis in Ewigkeit.  / Der HERR ist groß, und ihm gebühret Ehre,  / ihn fasst kein Geist. Auf, gebt ihm Ruhm und Ehre!  / Ihr Kinder, preiset seiner Hände Werke,  / rühmt euren Kindern seine Macht und Stärke.

2. Je mehr ich dich, o Majestät, betracht,  / je mehr ich mich verlier in deiner Pracht.  / Wenn hier mein Auge deine Wunder sieht,  / so bet ich an und singe dir mein Lied.  / Auch will ich froh, HERR, deine Größ erheben,  / wo alles dir will Macht und Ehre geben.  / Die ganze Welt soll deine Güte loben,  / dein heilig Recht werd überall erhoben.

3. Der Erdkreis stimm mit vollen Chören an  / und rühme laut, was Gott an uns getan.  / Denn gnädig und barmherzig ist der HERR,  / geduldig und von großer Güt ist er.  / Gott ist allein wohltätig, gütig allen,  / sieht sein Geschöpf und trägt’s mit Wohlgefallen.  / Es lebt und webt in seiner Huld und Stärke,  / der HERR erbarmt sich aller seiner Werke.

4. Was du erschufst, rühmt, HERR, dich nah und fern,  / dich preisen alle deine Heilgen gern  / und singen laut von deines Reiches Pracht,  / und ihr Gespräch ist deine hohe Macht.  / Sie sehn in dir, was sie sonst nirgends finden,  / drum brennt ihr Herz, den Menschen zu verkünden  / die Herrlichkeit und Pracht in deinem Reiche,  / dass keine Macht, HERR, deiner Allmacht gleiche. 

5. Dein Reich ist aller Ewigkeiten Reich.  / Wer wäre dir an ewger Herrschaft gleich?  / Du richtest die Gebeugten wieder auf  / und stärkest den, der fallen will, zum Lauf.  / Auf dich sehn aller Augen, du gibst weise  / zur rechten Zeit auch allen ihre Speise,  / tust deine Hand wohltätig auf uns allen  / und sättigst, was da lebt, mit Wohlgefallen.

6. Was er auch tut, stets bleibt der HERR sich treu,  / und seine Huld ist alle Morgen neu.  / Wer zu ihm schreit, dem ist er gnädig nah,  / rufst du mit Ernst, gleich ist dein Helfer da.  / Denn wer ihn liebt, wird fest und sicher stehen,  / wer ihn vergisst, muss wie ein Hauch vergehen.  / Mein Mund soll stets sein Lob mit Freuden singen,  / mit allem, was da lebt, ihm Dank darbringen.  / Melodie: Genf 1562  / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Dick Sanderman
Psalm 100

1. Jauchzt, Erde, jauchzet überall!  / Erhebt den HERRN mit frohem Schall!  / Kommt, tretet vor sein Angesicht,  / dient ihm erfreut in seinem Licht!

2. Erkennt den HERRN, nur er ist Gott.  / Er schuf uns, er ist unser Gott.  / Wir sind sein Volk, das auf ihn hört,  / sind Schafe, die er führt und nährt.

3. Geht froh zu seinen Toren ein!  / Im Vorhof wird euch Gott erfreun.  / Lobt ihn in seinem Heiligtum,  / sein Name sei stets euer Ruhm.  / 4. Denn ewig gnädig ist der HERR,  / und niemand ist so gut wie er,  / und Kind und Kindeskind erfährt,  / dass seine Wahrheit ewig währt.  / Melodie: Genf 1551  / Text: Matthias Jorissen 1793


Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei
Psalm 27

1. God is my light, my refuge, my salvation.  / Whom shall I fear? The LORD comes to my aid.  / He is my strength in all my tribulation.  / Of whom shall I then ever be afraid?  / When foes who seek my life close in on me,  / They all shall stumble and in anguish flee;  / And though their armies should in war draw near,  / I’ll put my trust in Him; I will not fear.

2. One thing have I desired of God as favor,  / That I may always in His temple dwell  / To view the beauty of the LORD my Savior  / And in His house to seek His holy will.  / For in the day of trouble and of strife  / He in His shelter will preserve my life.  / With in His tent He’ll keep me at His side;  / High on a rock He safety will pro vide.

3. My head shall I lift up now with rejoicing  / Above the hostile forces round about,  / And in His tent, my jubilation voicing,  / My sacrifice I’ll bring with joyful shouts.  / I will extol the steadfast love of God  / And with melodious hymns His mercy laud.  / O hear me, LORD, when I cry out to Thee;  / Show me Thy grace and favor, answer me! / William Helder, 1980


Genevan Psalter
Psalm 95

1. Auf, singt dem HERRN, singt seinem Ruhm,  / der seinem Volk und Eigentum  / sich als ein Fels und Heiland zeiget!  / Kommt vor sein Angesicht mit Dank  / und einem jauchzenden Gesang,  / da er sich huldreich zu uns neiget!

2. Der HERR ist hoch und groß an Kraft,  / ein König, der die Kön’ge schafft  / und in den Staub darnieder leget.  / Seht seine Hand, sie hält und deckt  / den Schatz, der tief im Abgrund steckt,  / und was der Berge Gipfel träget. 

3. Sein ist das Meer, sein ist das Land,  / sie zeigen ihres Schöpfers Hand.  / Seht, was wir sind, hat er gegeben.  / Kommt, lasst zu unserm Gott uns ziehn,  / vor ihm anbetend niederknien  / und unsern Schöpfer hoch erheben!

4. Er, der uns schuf, ist unser Gott,  / wir sind, weil er es so gebot,  / sein Volk und Schafe seiner Weide.  / Hört ihn, da er noch heute spricht:  / »Verhärtet eure Herzen nicht!«  / Ja, ihm gehorchen bringet Freude!  / Melodie: Straßburg-Genf 1542 / Lyon 1548  / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Dick Sanderman
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