Psalm
Psalmmelodien zum Mitsingen und -summen
1. Dank, dank dem HERRN, du, Jakobs Same, / denn hoch und herrlich ist sein Name. / Geht, kündigt allen Völkern an / die Taten, die sein Arm getan. / Singt, spielt und redet froh von ihm, / dass alles seine Wunder rühm.
2. Sein Nam ist heilig, preist ihn, rühmet, / freut euch des Namens, wie’s euch ziemet. / Gott, der euch sich zum Volke schafft, / ist euer Leben, Licht und Kraft. / Wer je nach dem Erbarmer fragt, / des Herz sei froh und unverzagt.
3. Fragt nach dem HERRN und seiner Stärke, / der HERR ist groß in seinem Werke. / Sucht doch sein freundlich Angesicht: / Den, der ihn sucht, verlässt er nicht. / Denkt an die Wunder, die er tat, / und was sein Mund versprochen hat.
4. Er will stets seines Bunds gedenken, / nie wird er seine Treue kränken. / An tausend nach uns immerfort / erfüllt er sein Verheißungswort. / Der Bund, der Abrams Hoffnung war, / steht jetzt noch da unwandelbar.
5. O seht, wie Gott sein Volk regieret, / aus Angst und Not zur Ruhe führet. / Er hilft, damit man immerdar / sein Recht und sein Gesetz bewahr. / Ja, wer ihn kennet, dient ihm gern. / Gelobet sei der Nam des HERRN! / Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen 1793
Dick Sanderman
1. O Gott, von unsern Vätern hörten / wir einst erzählt, als sie uns lehrten, / welch große Taten du getan / vorzeiten, ja von Urzeit an. / Du pflanzest Israel ins Land, / gabst eine Heimstatt ihm auf Erden. / Die Völker flohn vor deiner Hand, / sie mussten ganz zuschanden werden.
2. Denn nicht durch ihres Armes Stärke / vollbrachten sie so große Werke, / nicht ihres Schwertes große Macht / hat sie ins Land hineingebracht. / Die eigne Kraft erlangt es nicht. / Durch deinen Arm, dein Wohlgefallen, / durch deines Angesichtes Licht / ist ihnen alles zugefallen.
3. Du nur kannst Jakob Hilf verleihen, / mein Gott und König, und befreien. / So rühmen wir dich allezeit / und deines Namens Herrlichkeit. / Warum verlässt du uns in Not, / dass wir im Streit zuschanden werden, / verkaufst für nichts dein Volk dem Tod, / machst uns zum Spott ringsum auf Erden?
4. Nie haben wir den Bund verlassen, / so dass der HERR uns müsste hassen. / Wann hoben wir zum fremden Gott / die Hände je in unsrer Not? / Er kennt ja unsres Herzens Grund, / Verborgnes selbst kann er erhellen, / weiß jedes Wort in unserm Mund, / vermag uns in sein Licht zu stellen.
5. Ach sieh, wie täglich unser Leben / vom Feind wird in den Tod gegeben. / Um deinetwillen werden wir / geschlachtet wie die Schafe hier. / Erwache, HERR, o werde wach! / Verbirg dein Angesicht nicht länger, / sieh unser Elend, unsre Schmach / und rette uns vor dem Bedränger!
6. HERR, mach dich auf und hilf uns Armen, / errette uns durch dein Erbarmen! / Am Boden liegen wir im Staub, / schon nimmt der Tod uns sich zum Raub. / Steh auf, du Helfer in der Not, / erheb dich, unser Weh zu stillen! / Ist Gnade doch bei dir, o Gott. / Rett uns um deiner Gnade willen! / Melodie: Genf 1551 / Text: Alfred Rauhaus 1990
Dick Sanderman
1. O be not silent, heed and hear me; / God of my praise, art Thou not near me? / For wicked mouths, Thy word defying, / Frame with their tongues deceit and lying. / Though not deserving ill or threat, / I am with words of hate beset. /
2. They rave and without cause abuse me / And in return for love accuse me. / I pray for those who have abhorred me; / With evil they for good reward me. / LORD, Thou dost see it from above; / With hatred they repay my love. /
3. Appoint a wicked man to seize him. / Let his accuser not release him; / To him be guilt and blame awarded. / His prayers be all as sin regarded! / His days be few, his life distressed, / His goods by other men possessed. / Text: W. van der Kamp, 1972; rev.
Genevan Psalter
1. Gott ist mein Schutz. Kann mich sein Schild nicht decken? / Was sagt ihr denn, ich solle lieber fliehn / und ängstlich wie ein Vogel mich verstecken? / Ich spür es wohl: Die mächtgen Feinde ziehn, / der Pfeil ist schussbereit, er soll nur töten. / Die Schutzwehr bricht, der Hass ist weit gediehn, / und schrecklich wird das Recht des HERRN zertreten. /
2. Wenn alles fällt, was tun dann die Gerechten? / Sie schaun auf Gott und geben ihm die Ehr. / Er wird gewiss mit seinen Feinden rechten. / Doch die zu ihm gehören, liebt er sehr. / Gerechtigkeit geht aus von seinem Throne. / Sein prüfend Blick nimmt wahr der Frevler Heer, / und er befiehlt, dass niemand sie belohne. /
3. Gott ist gerecht in allen seinen Wegen, / er straft und lohnt gewiss zu seiner Zeit. / Dem, der ihn liebt, kommt er mit Gnad entgegen, / vergilt nach Recht und nach Gerechtigkeit. / Wie gerne hilft er seinen Freunden allen! / Ihr Auge schaut nach ihm in Druck und Leid, / sein Auge schaut auf sie mit Wohlgefallen. / Melodie: Straßburg-Genf 1542 / Genf 1551 / Text: nach Matthias Jorissen 1793
Dick Sanderman
1. Sing, Gottes Volk: Wär unser Gott nicht treu / und stände er uns nicht allmächtig bei, / hätt über uns sein Auge nicht gewacht, / so hätt uns längst der Menschen List und Macht / in Staub gesenkt, ja grausam umgebracht.
2. Gelobt sei Gott! Er riss uns aus der Pein / und lässt uns nicht der Feinde Beute sein. / Wir sind entflohen wie ein Vögelein / des Voglers Strick, die Schlinge schloss uns ein, / jedoch sie riss. So kann nur Gott befrein.
3. Seht, unsre Hilf ist in der Hand des HERRN. / Er bleibt uns nah und hilft uns immer gern. / Der Himmel, Erd und Meer hervorgebracht, / noch alles trägt und über Menschen wacht, / der ist’s, der uns beschützt und selig macht. / Melodie: Genf 1551 / Text: nach Matthias Jorissen 1793
Dick Sanderman
1. HERR, sieh mich an in Gnaden, / mit Leid bin ich beladen, / erfahre dein Gericht. / Vor Angst könnt ich verzagen, / bitt dich in allen Plagen: / Straf mich im Zorne nicht!
2. Um deiner Güte willen / und dein Wort zu erfüllen / rett mich aus meiner Not. / Bin ich von dir geschieden, / finde ich keinen Frieden. / Wer lobt dich noch im Tod?
3. Vor Kummer und vor Sehnen / netz ich mein Bett mit Tränen / und seufze jede Nacht. / Heil mich, dass ich genese, / aus allem mich erlöse, / was mich hat krank gemacht.
4. Weicht von mir, Übeltäter! / Den Feind und den Verräter / straft Gott in seinem Grimm. / Die Tränen sind gestillet, / Gott hat sein Wort erfüllet. / Er hörte meine Stimm.
5. Ja, HERR, du hörst mein Flehen, / mein Bitten ist geschehen, / dein Wort sprichst du mir zu. / Bin ich bei dir in Gnaden, / kann mir der Feind nicht schaden. / Du bist mein Heil, HERR, du! / Melodie: Straßburg-Genf 1542 / Text: Gerhard Fooken 1967 / 1990
Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei
1. Lobsinge Gott, erwecke deine Kräfte, / mein Geist, sein Lob sei immer dein Geschäfte. / O bet ihn an, sein Nam ist Majestät. / Lobsing dem HERRN, erheb ihn, meine Seele! / Er sorget treu, dass dir kein Gutes fehle. / Vergiss den nicht, der dich durch Huld erhöht. /
2. Preis ihn! Er ließ vor ihm dich Gnade finden, / und er vergibt dir alle deine Sünden. / Er ist dein Arzt, der deine Krankheit heilt. / Ja, er erlöst dein Leben vom Verderben, / krönt dich mit Huld als seines Reiches Erben, / da seine Hand dir Gnad um Gnad erteilt. /
3. Preis ihn, der dich mit Speis die Füll erfreuet, / die Jugend dir im Alter noch erneuet! / Er gibt dir gleich dem Adler Kraft und Mut. / Er leitet, die Gewalt und Unrecht leiden, / vom Kummer zum Genusse großer Freuden. / Gott selber bleibt der Armen höchstes Gut. /
4. Er schaffet allen Recht, die Unrecht leiden, / und hat geoffenbart seit alten Zeiten / sein herrlich Tun den Kindern Israel. / Er ist barmherzig und von großer Treue, / übt jeden Morgen Gnad und Güt aufs neue. / Sein Lieben bleibt, sein Zorn vergehet schnell. /
5. Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden, / zerschlagnen Herzen lässt er Heil verkünden. / Er straft uns nicht in seiner großen Huld, / und züchtigt er, will er uns nur umsorgen. / So weit entfernt der Abend ist vom Morgen, / entfernet er von uns die Last der Schuld. /
6. Wie sich erbarmt ein Vater seiner Kinder, / so voll von Huld erbarmt sich Gott der Sünder, / die hier gebeugt vor ihm um Gnade flehn. / Er weiß, dass er uns bildete aus Erde, / ist eingedenk, dass Staub zu Staube werde / und wir ohn ihn ohnmächtig untergehn. /
7. Ist nicht der Mensch bei vieler Müh und Plagen / dem Grase gleich in seinen Lebenstagen? / Wie eine Blum des Feldes blühet er. / Es fährt darüber hin des Windes Wehen, / da ist die Blume nimmermehr zu sehen, / und ihre Stätte weiß nichts mehr von ihr. /
8. Von Ewigkeit zu Ewigkeit soll währen / die Huld des HERRN für alle, die ihn ehren, / und seine Gnad auf Kindeskindern ruhn. / Sein ewig Heil wird über allen walten, / die seinen Bund, sein göttlich Zeugnis halten / und, was er will, von ganzem Herzen tun. /
9. Lobt, lobt den HERRN, ihr seine lichten Heere! / Ihr dienet ihm, auch euch ist’s Ruhm und Ehre, / wenn ihr, wie’s ziemt, stets seinen Willen tut. / Lobsingt dem HERRN, ihr alle seine Werke, / so weit er herrscht, erhebet seine Stärke! / Und du, mein Geist, erheb dein höchstes Gut! / Melodie: Genf 1551 / Text: nach Matthias Jorissen 1793, Str. 4, 5, 7 nach August Ebrard 1852
Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei
1. Sing, Erde, sing in frohen Chören / ein neues Lied zu Gottes Ehren. / Groß ist der Gnade Herrlichkeit, / die uns mit frohem Heil erfreut. / Lass täglich ihn dein Loblied hören. /
2. Der tote Götze kann nichts geben, / es lebt der HERR und gibt uns Leben. / Den Himmel und die Erde schuf / der HERR durch seiner Allmacht Ruf. / Lasst seinen Namen uns erheben. /
3. Was prächtig schimmert, wird zunichte / beim Glanz vor seinem Angesichte. / Wie strahlet Herrlichkeit und Ruhm / hervor aus seinem Heiligtum. / Er ruft euch, Völker, kommt zum Lichte! /
4. Kommt, naht euch feierlich geschmücket / ihm, dem sich Erd und Himmel bücket, / und betet an die Majestät, / die über alle Himmel geht / und hier in Gnaden auf euch blicket. /
5. Du, Himmel, jauchz dem HERRN zu Ehren! / Du, Erd, sollst seinen Ruhm vermehren! / Du, Meer, erhebe brausend dich! / Ihr, Feld und Wald, rühmt feierlich! / Der HERR lässt seine Stimme hören. /
6. Der HERR ist König! Sagt’s den Heiden, / verkündiget es laut mit Freuden. / Die Welt steht fest und wanket nicht. / Er trägt sie, er hält einst Gericht, / wird zwischen Recht und Unrecht scheiden. / Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen 1793
Dick Sanderman
1. Dankt, dankt dem HERRN und ehret, / rühmt seine Freundlichkeit, / denn seine Güte währet / jetzt und in Ewigkeit. / So sing, du Volk des HERRN, / das er vom Feind erlöste. / Im Leid blieb er nicht fern, / er kam, dass er dich tröste. /
2. Die durch die Wüsten irrten, / wo sich kein Weg mehr fand, / die Durst und Hunger spürten / im ungebahnten Land / und schrien zu ihrem Gott: / »HERR, hilf uns, wir vergehen!«, / die ließ er in der Not / sein Wunderwirken sehen. /
3. So sättigt er die Armen, / die Durst und Hunger drückt. / Er ist’s, der mit Erbarmen / die matte Seel erquickt, / der Brot die Fülle gibt, / der kann und will gern geben. / Weil er das Leben liebt, / schenkt er den Toten Leben. /
4. Er führt in Dunkelheiten / sein Volk auf sicherm Pfad. / Er will sie selber leiten / zur lang gesuchten Stadt. / Lass sie mit Lobgesang / hoch seine Güt erheben, / vor aller Welt ihm Dank / für seine Wunder geben! /
5. Sie, die in Fesseln saßen, / wo Todesschatten naht, / weil sie den HERRN vergaßen, / verwarfen seinen Rat, / erfuhren in der Not, / dass Elend folgt auf Sünden / und dass in Not und Tod / kein Helfer sei zu finden. /
6. Doch wenn zu ihm sie flehten: / »Ach, HERR, erbarme dich!«, / dann hörte er ihr Beten, / und er erbarmte sich. / Aus tiefer Dunkelheit, / aus Angst und Finsternissen / hat sie ihr Gott befreit / und aller Not entrissen.
Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei
1. Erbarme dich, mein Gott, bleib nah bei mir, / nur dir vertrau ich, frag allein nach dir. / In aller Not, wenn meine Kräft ermatten, / Gefahr mir droht, bin ich geborgen hier / im sichren Schutz, in deiner Flügel Schatten. /
2. Ich ruf zum HERRN, den Höchsten ruf ich an, / den Gott, der bald mein Leiden enden kann. / Er schickt in Gnaden Hilfe mir hernieder, / führt wieder mich auf seine grade Bahn, / und seine Treu und Güte kehren wieder. /
3. Regiere, HERR, mein Gott, in dieser Welt, / sei Herrscher über Erd und Himmelszelt, / errette mich und führ mich bald zum Ziele, / räum aus dem Weg, was gegen dich sich stellt, / dass ich dich lob mit meinem Saitenspiele. /
4. Dir sing ich, HERR, der herrlich sich gezeigt, / dem alle Welt mit Lob sich zugeneigt / und Lieder singt von seiner Macht und Hoheit. / So weit noch Wolken gehn, sich Himmel zeigt, / so weit reicht Gottes Güt und seine Wahrheit. / Melodie: 1554-56 / Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen 1793
Dick Sanderman
