Psalm
Psalmmelodien zum Mitsingen und -summen
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. Ja, Israel hat dennoch Gott
Zum Trost in aller seiner Not.
O, Gott ist gut den reinen Herzen,
ein Licht in Nacht, ein Trost in Schmerzen,
und doch war ich geglitten fast,
gestrauchelt unter meiner Last,
daß ich mich schon dem Falle nah
und meinen Glauben wanken sah.
2. Ich war empört und sah mit Neid
der Stolzen Pracht und Herrlichkeit,
die immerfort in Sünden leben
und immer höher sich erheben.
Nichts hemmet ihren freien Lauf,
selbst Gottes Wort hält sie nicht auf.
Sie tun, was ihnen dünket recht,
und ihre Kraft bleibt ungeschwächt.
3. Es spricht ihr Mund in hohem Ton,
als käm’s herab vom Himmelsthron.
Was ihre Zunge sagt auf Erden,
soll gelten und befolget werden.
Und selbst mein Volk, das Gott verehrt,
läuft ihnen nach und wird betört,
kehrt sich von Gott und sucht Genuß
in der Gottlosen Überfluß.
4. Wie groß ist der Versuchung Macht!
Fast hätt ich auch wie sie gedacht
und so verurteilt und betrübet,
die Gott als seine Kinder liebet.
So sann ich nach und suchte Licht,
ich suchte, aber fand es nicht,
der Zweifel warf mich hin und her,
das Rätsel blieb, es war zu schwer.
5. Doch als ins Heiligtum ich trat
und Gott um Licht und Klarheit bat,
da sah ich staunend, daß sich wendet
der Frevler Glück und plötzlich endet.
Denn ihre Herrlichkeit ist Schaum
und geht vorüber wie ein Traum.
Sind sie gleich Götzen, du, o Gott,
machst sie bald zu der Leute Spott.
6. HERR, nun hang ich an dir allein,
ja, ich will immer bei dir sein.
Du lässest meinen Fuß nie gleiten,
greifst meine Rechte, mich zu leiten,
Du kommst und nimmst früh oder spat,
bin ich bewährt durch kreuz und Leid,
mich auf in deine Herrlichkeit.
nach deinem, nicht nach meinem Rat.
7. Wie gäb der ganze Himmel mir
Befriedigung, HERR, außer dir?
Kann ich durch alles Gut auf Erden
Auch ohne dich gesättigt werden?
Verschmachtet Leib und Seel in mir,
so hab ich Speis und Trank an dir.
Gott, meines Herzens Trost und Teil,
du bist in Ewigkeit mein Heil.
8. Weh dem, der dir die Treue bricht!
Seht, er entgeht nicht dem Gericht,
der einst versprach, nur dir zu leben,
und hat den Götzen sich ergeben.
Gott nah zu bleiben allezeit
Ist meine hohe Seligkeit.
Vertrau ich dir, so kann ich ruhn.
O HERR, einst preis ich all dein Tun!
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,2,5
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. Preis sei dem HERRN! Ihm Lob zu singen, / Anbetung unserm Gott zu bringen, / ist köstlich, lieblich, schön, erquicket, / da er in Huld herniederblicket. / Er läßt uns seine Größe schauen, / er kommt, Jerusalem zu bauen, / und die in der Verbannung waren, / die bringt er heim nach siebzig Jahren.
2. Gott heilet die zerbrochnen Herzen, / und stillt barmherzig ihre Schmerzen. / Er macht durch unsre tiefsten Leiden / uns fähig für die höchsten Freuden. / Er rief den Sternen, und sie kamen, / er zählt und nannte sie mit Namen, / weist jedem seinen Ort zu stehen / und seine eigne Bahn zu gehen.
3. Ja, unser HERR ist groß und prächtig, / er schuf und er gebietet mächtig. / Nur sein Verstand kennt seine Stärke, / umfasset alle seine Werke. / Er tröstet, stärket die Gebückten / und hebt empor die Unterdrückten, / vergilt den Unterdrückern wieder / und stößt sie in den Staub danieder.
4. Singt, singt dem HERRN, ihr Wechselchöre, / tönt, Harfen, unserm Gott zur Ehre, / der uns mit seiner Güt erfüllet. / Seht, wenn er sich in Wolken hüllet, / bereitet er uns seinen Segen / und gibt der Erde milden Regen. / Da stehet Feld und Wald erquicket / und Berg und Tal mit Gras geschmücket.
5. Singt ihm, der, was er schuf auch liebet / und jedem Tier sein Futter gibet. / Er schaut, ob wir auch Mangel haben, / und hört das Rufen junger Raben. / Der HERR bedarf nicht deiner Werke, / nicht Menschenkraft, nicht Rosses Stärke. / Erfreuen wir uns an dem allen, / Gott hat daran kein Wohlgefallen.
6. Der HERR hat an uns Wohlgefallen, / die hier auf seinen Wegen wallen. / Er will mit Lust auf alle schauen, / die fest auf seine Güte trauen. / Dein HERR ist gütig, mächtig, weise, / Jerusalem, bet an und preise, / kommt, Zion, deinen Gott zu loben, / sein Ruhm wird ewig hoch erhoben.
7. Er ist's, der dich vom Feind erlöste, / macht deiner Tore Riegel feste, / der deine Kinder drinnen segnet, / dir huldreich rings umher begegnet, / der deinen Grenzen schaffet Friede, / der nie wird seines Wohltuns müde, / der dir den besten Segen gibet / und täglich zeigt, daß er dich liebet.
8. Sendt er sein Wort herab auf Erden, / wie schnell muß es vollzogen werden! / Er ruft den Winter, seht ihn eilen, / uns seine Gaben mitzuteilen. / Er bringt den Schnee wie Flocken Wolle, / daß er die Erde wärmen solle. / Er ist's, der unser Aug erfreuet, / wenn er den Reif wie Asche streuet.
9. Er gibt sein Wort, Gesetz und Rechte / nur, Israel, dir, seinem Knechte. / Zu dieser Ehr und Gottes Freuden / erhob er noch kein Volk der Heiden. / Er ließ sie alle irre gehen, / doch Jakob wollt er hoch erhöhen. / Anbetung, Lob sag seinem Namen, / du Gottesvolk, sag Amen, Amen.
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,79
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. HERR, unser Gott, auf den wir trauen, / entzieh uns deine Güte nicht, / laß auf uns her dein Antlitz schauen, / erleuchte, tröst uns durch dein Licht, / daß durch uns auf Erden mög verbreitet werden / was dein Arm getan! / Gott gibt Heil und Freuden. / Sähn doch alle Heiden, / was Gott geben kann!
2. Dich werden, Gott, die Völker loben, / von allen wirst du einst erhöht, / ja, du allein wirst hoch erhoben / in deines Namen Majestät. / Alle sehn entzücket, / wie dein Heil beglücket / jedes Volk und Land. / Ja, wo du regierest, / Menschen richtest, führest, / wird dein Heil erkannt.
3. Dich werden, Gott, die Völker loben, / von allen wirst du einst erhöht. / Ja, du allein wirst hoch erhoben / in deines Namens Majestät. / Gottes Erde gibet, / weil er Menschen liebet, / Brot, das uns erhält. / Er kommt uns mit Segen / überall entgegen. / Fürcht ihn, alle Welt!
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1-3
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. O HERR, mein Gott, mein Heil bist du. / Dich such ich morgens in der Frühe, / mein Leben ist voll Angst und Mühe, / und außer dir ist nirgends Ruh. / Nach dir nur dürstet meine Seele / und sehnet sich mein Leib. Ich fand / an allen Orten dürres Land / und nirgends eine Lebensquelle.
2. Säh ich dich doch im Heiligtum / und fände bei dir satte Weide, / an deiner Macht und Ehre Freude / und wärst du doch mein Trost und Ruhm. / Denn köstlicher als dieses Leben, / o Gott, ist deine Güte mir, / drum sollen meine Lippen dir / auch noch im Tode Ehre geben.
3. Mein Leben ist dir ganz geweiht. / Ich heb empor bis an mein Ende / in deinem Namen meine Hände. / Dir geb ich Preis und Herrlichkeit. / Dein Lob mit meinen Lippen singen, / ist köstlicher als alles Gut, / erquickt mein Herz und macht mir Mut, / dir meinen Dank stets darzubringen.
4. Mit einem Herzen, voll von dir / leg ich mich nachts zur Ruhe nieder, / schlaf ein, und froh erwach ich wieder, / denn du bist immer noch bei mir. / Oft wollen meine Kräft ermatten, / doch du warst meine Kraft, mein Teil. / O HERR, mein Gott, du bist mein Heil, / ich ruh in deiner Flügel Schatten.
5. HERR, meine Seele hängt dir an, / denn außer dir find ich kein Leben. / Die ganze Welt kann mir nicht geben, / nur du gibst, was mir helfen kann. / Du wollest meine Rechte fassen, / noch hält mich deine rechte Hand. / Ich habe mich zu dir gewandt, / ich kann und will von dir nicht lassen.
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1-3
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. Ich schau nach jenen Bergen gern. / Mein Heil, das ich begehr, kommt’s von den Bergen her? / Nein, meine Hilf ist von dem HERRN, / der schuf durchs Wort: Es werde! / den Himmel und die Erde.
2. Er läßt nicht gleiten deinen Fuß, / dein Hüter schlummert nicht, wenn dir's an Kraft gebricht, / er schläft nicht, wenn er helfen muß. / Sieh, Israels Gebieter ist auch dein Gott und Hüter.
3. Dein Helfer selber schützet dich / und steht in deinem Stand an deiner rechten Hand, / beschattet dich so gnädiglich, / daß dich bei Nacht und Tage nicht Frost und Hitze plage.
4. Der Herrscher, der die Welt regiert, / wacht über Leib und Seel, daß dir kein Gutes fehl. / Beim Ausgang und beim Eingang wird / der HERR dich selber leiten bis in die Ewigkeiten.
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1-4
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. Neig zu mir, HERR, deine Ohren, / hör mich, sonst bin ich verloren! / Sieh mich hilflos, elend, arm: / Wer ist, der sich mein erbarm? / O bewahre du mein Leben. / Ich bin heilig dir ergeben! / Dir vertrau ich in Not, / rette mich, mein Gott, vom Tod!
2. HERR, erbarm, erbarm dich meiner!
Du kannst helfen und sonst keiner. / Darum ruf ich stets zur dir, / du mein Heiland, hilf du mir! / HERR, ich bin dein Knecht, verleihe, / daß mein Herz sich deiner freue. / Gott, nach dir nur dürstet mich, / wo findt meine Seele dich?
3. Deine Güte gibt uns Leben, / gerne willst du Schuld vergeben, / groß ist deine Gnad und Treu, / jedem Beter stehst du bei. / Laß dein Ohr auf mich auch merken, / deine Huld in Not mich stärken, / da ich mich mit bangem Flehn / täglich nach Erlösung sehn!
4. HERR, in allen meinen Nöten / durft ich kindlich zu dir treten, / du verbargst dein Angesicht / mir in trüben Tagen nicht. / Wer im Himmel, wer auf Erden / kann mit dir verglichen werden? / Unvergleichlich, wenn du ruhst, / unvergleichlich, was du tust.
5. Einst noch kommen alle Heiden, / die du schufst, zu dir mit Freuden, / sehen deines Namens Ruhm, / beten an im Heiligtum. / Deine Größe wird sie rühren, / deine Wundermacht sie führen, / du wirst ihnen alles sein. / Du bist Gott, ja, du allein!
6. Gib, daß ich in deinem Wege / deiner Wahrheit folgen möge. / Halt mein Herz zu jeder Zeit / deines Namens Furcht geweiht. / HERR, mein Gott, dir will ich leben, / dich von Herzen hoch erheben. / Ganz bin ich dein Eigentum, / ewig sing ich deinen Ruhm.
7. Deiner wundervollen Güte / dankt mein tiefbewegt Gemüte. / Du errettest mich mit Macht / aus des Abgrunds tiefer Nacht. / Wollest mich auch jetzt erlösen / aus der Tyrannei der Bösen, / die mir nach dem Leben stehn / und dich, großer Gott, verschmähn.
8. Du, der Trost verlassner Armen, / bist voll Güte und Erbarmen, / du verklärest durch Geduld / dein Gnade, Treu und Huld. / Wende dich zu deinem Knechte, / stärke ihn durch deine Rechte, / hilf dem Sohne deiner Magd! / Deine Kraft macht unverzagt.
9. Laß mich nimmer von dir weichen, / setze mich zum Segenszeichen, / daß es, die mich hassen, sehn / und beschämt zurückegehn! / Lieg ich jetzt im Staub darnieder, / deine Hand erhebt mich wieder. / Stehe mir nach deiner Treu / bis zum vollen Siege bei!
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,2,4,5
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. Der Erdkreis ist des HERRN allein / und alles, was drauf wohnt, ist sein, / sein der Geschöpfe große Heere. / Durch Bäch und Flüsse, die er führt, / hat er die Erde schön geziert, / er gründet sie auf tiefem Meere.
2. Wer darf zum HERRN nach Zion gehen? / Wer darf in seinem Tempel stehn, / der Wohnung, die er sich erkoren? / Wem Herz und Hand der Glaube lenkt, / und wer des Bundes stets gedenkt, / den Gott einst seinem Volk geschworen.
3. Der wird vom HERRN zu jeder Zeit / viel Segen und Gerechtigkeit / vom Gotte seines Heils erlangen. / Wie Jakob wandelt er im Licht / und sucht des HERREN Angesicht, / von Gottes Gnade schon umfangen.
4. Ihr Pforten, hebt das Haupt empor, / erweitert jedes ewge Tor! / Der König kommt, er kommt mit Ehren. / Wer ist der Ehrenkönig dann? / Der HERR, dem alles untertan, / der Überwinder großer Heere.
5. Ihr Pforten, hebt das Haupt empor, / erweitre dich, uraltes Tor! / Der König kommt, er kommt mit Ehren. / Wer ist der König? Er ist Gott, / er wird genannt HERR Zebaoth. / Der ist der König aller Ehren.
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,2,4,5
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. Vernimm mein Flehen, HERR, und höre, / wenn ich mich betend zu dir kehre. / Merk auf, wenn meine Stimme schreit / nach deiner Wahrheit treuer Lehre / und deiner Allgerechtigkeit.
2. Denn willst du Lohn nach Werken geben, / so muß ich, HERR, vor dir erbeben. / Ach, geh mit mir nicht ins Gericht! / Wer ist von allen, die hier leben, / gerecht vor deinem Angesicht?
3. Der Feind verfolget meine Seele, / sucht, wie er mich zu Tode quäle, / und drückt mich in den Staub hinab, / daß mir in einer finstern Höhle / bei Toten ist bereit das Grab.
4. Schwer sind die Lasten, die ich trage, / mein Geist erliegt und ich verzage, / da lange ich umsonst geharrt. / Mich drückt, mir droht so manche Plage, / daß oft mein Herz vor Angst erstarrt.
5. Ich wende meine trüben Blicke / auf alte Zeiten matt zurücke. / Ich schaue deine Taten an / und suche das, was mich erquicke, / in dem, was einst dein Arm getan.
6. Hilf, daß ich deine Gnade merke, / daß sie mich jeden Morgen stärke, / im Glauben deinen Weg zu gehn. / Lehr mich durch alle deine Werke / in dir den treuen Führer sehn.
7. Lehr mich mit deinen Kindern allen / stets tun nach deinem Wohlgefallen, / mein Gott, sieh mich in Gnaden an! / Mich führ, so lang ich hier muß wallen, / dein guter Geist auf ebner Bahn!
8. O HERR, um deines Namens willen / komm, meinen Durst nach dir zu stillen, / führ meine Seel aus Not und Streit. / Du wirst mir ja dein Wort erfüllen / nach deiner Allgerechtigkeit.
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,4,6
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. Der hohen Himmel Chor trägt Gottes Ehre vor, / erzählt von seiner Macht. Ihn preist mit Jubelruf / das Werk, das er erschuf, des Firmamentes Pracht. / Tag kündet Tag erregt, von Gottes Glanz bewegt, / sein Lob mit hellem Munde. Nacht offenbart der Nacht / von dem, der sie gemacht, geheimnisvolle Kunde.
2. Zu Gottes ewgem Ort steigt ohne Sprach und Wort / der Schöpfung Lobgesang. Von Menschen ungehört / erhebet sich und ehrt ihn reiner Töne Klang. / In alle Lande dringt, was ihre Stimme singt. / Ihr Schall geht ohne Wende bis an der Welten Saum, / füllt aller Zeiten Raum, kennt weder Halt noch Ende.
3. Er hat der Sonn ein Zelt am Himmel aufgestellt, / darin sie ruht zur Nacht. Wie sein Gemach zum Fest / ein Bräutigam verläßt, strahlt ihres Aufgangs Pracht. / Sie freut sich, ihre Bahn von Ost zum Ozean / stark wie ein Held zu ziehen. Von ihrem Licht erhellt / kann in der ganzen Welt nichts ihrer Glut entfliehen.
4. Des HERRN Gesetz ist gut. Es macht der Seele Mut. / Sein Zeugnis ist gewiß. Der Unverständgen Sinn / lenkt es zur Weisheit hin aus tiefer Finsternis. / Des HERRN Gebot erfreut das Herz zu jeder Zeit / mehr als des Goldes Menge, macht unsre Augen hell, / ist aller Wahrheit Quell, bleibt in der Zeiten Länge.
5. HERR, durch dein heilges Recht läßt warnen sich dein Knecht, / folgt deiner Weisung gern. Denn wer sie hält und ehrt, / dem wird gewiß gewährt der große Lohn des HERRN. / Doch, ach, wer merkt und sieht mit wissendem Gemüt / auch die verborgnen Sünden? Von unbewußter Tat / laß, HERR, durch deine Gnad mich in die Freiheit finden!
6. HERR, dein Knecht bewahr vor Frevlern immerdar, / leit mich nach deinem Rat, daß ich unsträflich sei / und immer bleibe frei von großer Missetat. / Laß wohlgefallen dir, was ich geredet hier, / gefleht in deinem Namen. Mein Herzenswort erhör! / Du bist mein Fels, o HERR, und mein Erlöser. Amen.
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
salm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,2,4
Die Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin singt diese Psalmen einstimmig – so wie es den ursprünglichen Intentionen Calvins entspricht – und in deutscher Sprache, wobei Übertragungen aus verschiedenen Jahrhunderten Verwendung finden.
1. Wie der Hirsch bei schwülem Wetter / Schmachtend nach der Quelle schreit, / also schreit zu dir, mein Retter, / meine Seel in Druck und Leid. / Ja, nach Gott nur dürstet mich, / Lebensquell, wo find ich dich? / O wann wird ich vor dir stehen / Und dein herrlich Antlitz sehen?
2. Tränen sind bei Nacht und Tage / meine Speise, da der Spott / tief mich kränket mit der Frage: / "Wo ist nun in Not dein Gott"? / HERR, ich leide, weil ich seh, / daß ich nicht wie früher geh / unter Dank und Jubelchören, / dich in Zion zu verehren.
3. Seele, wie so sehr betrübet, / wie ist dir in mir so bang? / Harr auf Gott, der jetzt dich übet, / harr auf ihn, es währt nicht lang, / dann entspringt aus Druck und Leid / Freud und große Herrlichkeit. / Ich will meinen Heiland loben, / ewig werd mein Gott erhoben!
4. Wenn ich merk auf Gottes Güte, / die er jeden Tag mir zeigt, / das erhebet mein Gemüte, / unter meiner Last gebeugt. / Oft besing ich in der Nacht / seine Liebe, seine Macht, / und ich bete nicht vergebens / zu dem Gotte meines Lebens.
5. O mein Gott, mein Fels, wie lange / willst du denn vergessen mich? / Macht mir doch mein Feind so bange, / und voll Leid und Schmerz bin ich. / Mir bereitet's Qual und Pein, / wenn die Spötter täglich schrein: / Wo ist Gott, auf den du bautest, / dem du allzeit vertrautest?
6. Seele, wie so sehr betrübet, / wie ist dir in mir so bang? / Harr auf Gott, der jetzt dich übet, / harr auf ihn, es währt nicht lang, / dann entspringt aus Druck und Leid / Freud und große Herrlichkeit. / Ich will meinen Heiland loben, / ewig wird mein Gott erhoben!
Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen (1793)
Psalm der Woche / Choralschola der Französischen Kirche zu Berlin, unter der Leitung von Kilian Nauhaus / Strophe 1,2,4,6
