Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
22 Seid aber Täter des Wortes, nicht bloss Hörer, die sich selbst betrügen. 23 Denn wer das Wort bloss hört, nicht aber danach handelt, gleicht einem Mann, der sein Gesicht, das er von Geburt hat, im Spiegel betrachtet: 24 Er betrachtet sich selbst, geht weg und vergisst sogleich, wie er aussieht. 25 Wer sich aber in das vollkommene Gesetz vertieft, das Gesetz der Freiheit, und dabei bleibt, wer also nicht ein Hörer ist, der alles wieder vergisst, sondern ein Täter, der sein Werk tut, der wird selig sein bei dem, was er tut! 26 Wer meint, fromm zu sein, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist leerer Wahn. 27 Reine und unbefleckte Frömmigkeit vor Gott, unserem Vater, ist dies: sich kümmern um Witwen und Waisen in ihrer Not und sich vor der Beschmutzung durch die Welt bewahren.
1 Für den Chormeister. Von den Korachitern. Ein Psalm. 2 Hört dies, ihr Völker alle, merkt auf, alle Bewohner der Welt, 3 ihr Geringen wie auch ihr Vornehmen, allesamt, Reiche und Arme. 4 Mein Mund spricht Weisheit, und das Sinnen meines Herzens ist Einsicht. 5 Dem Weisheitsspruch neige ich mein Ohr, zur Leier löse ich mein Rätsel. 6 Was soll ich mich fürchten in bösen Tagen, wenn der Frevel meiner tückischen Feinde mich umgibt, 7 die auf ihren Besitz vertrauen und sich ihres grossen Reichtums rühmen? 8 Niemals kann einer den anderen loskaufen, keiner sich freikaufen bei Gott, 9 zu hoch ist der Preis für ihr Leben, für immer muss er es lassen. 10 Sonst lebte er weiter auf ewig und schaute die Grube nicht. 11 Denn jeder kann es sehen: Es sterben die Weisen, Tor und Narr, allesamt kommen sie um, und anderen lassen sie ihren Besitz. 12 Gräber sind ihre Behausung auf ewig, ihre Wohnstatt von Generation zu Generation, wenn sie auch Länder nach ihren Namen benannten. 13 Der Mensch in seiner Pracht ist ohne Bestand, er gleicht dem Vieh, das verstummt. 14 Das ist der Weg derer, die sich selbst vertrauen, und die Zukunft derer, denen das eigene Reden gefällt. Sela 15 Wie Schafe ziehen sie ins Totenreich, der Tod weidet sie, und die Aufrichtigen herrschen über sie am Morgen. Ihre Gestalt zerfällt, das Totenreich ist ihre Bleibe. 16 Gott aber wird mein Leben loskaufen, aus der Gewalt des Totenreichs nimmt er mich auf. Sela 17 Fürchte dich nicht, wenn einer reich wird, wenn die Pracht seines Hauses sich mehrt. 18 Denn nichts nimmt er mit, wenn er stirbt, seine Herrlichkeit folgt ihm nicht hinab. 19 Mag er sich selbst glücklich preisen in seinem Leben, mögen sie dich loben, dass du dir Gutes schaffst, 20 dennoch kommt er zum Geschlecht seiner Vorfahren, die das Licht nie mehr sehen. 21 Der Mensch in Pracht, doch ohne Verstand, er gleicht dem Vieh, das verstummt.
40 Und der König wird ihnen zur Antwort geben: Amen, ich sage euch: Was ihr einem dieser meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.
19 Es war einmal ein reicher Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und Tag für Tag prächtige Feste feierte. 20 Vor seiner Tür aber lag ein Armer mit Namen Lazarus, der war über und über bedeckt mit Geschwüren. 21 Und er wäre zufrieden gewesen, sich den Bauch zu füllen mit den Brosamen vom Tisch des Reichen; stattdessen kamen die Hunde und leckten an seinen Geschwüren. 22 Es geschah aber, dass der Arme starb und von den Engeln in Abrahams Schoss getragen wurde. Aber auch der Reiche starb und wurde begraben. 23 Und wie er im Totenreich, von Qualen gepeinigt, seine Augen aufhebt, sieht er von ferne Abraham und Lazarus in seinem Schoss. 24 Und er schrie: Vater Abraham, hab Erbarmen mit mir und schicke Lazarus, damit er seine Fingerspitze ins Wasser tauche und meine Zunge kühle, denn ich leide Pein in dieser Glut. 25 Aber Abraham sagte: Kind, denk daran, dass du dein Gutes zu deinen Lebzeiten empfangen hast und Lazarus in gleicher Weise das Schlechte. Doch jetzt wird er hier getröstet, du aber leidest Pein. 26 Und zu alledem besteht zwischen uns und euch eine so tiefe Kluft, dass die, die von hier zu euch hinübergehen wollen, es nicht können und dass die von dort nicht zu uns herübergelangen. 27 Er aber sagte: So bitte ich dich denn, Vater, ihn in das Haus meines Vaters zu schicken. 28 Ich habe nämlich fünf Brüder; die soll er warnen, damit nicht auch sie an diesen Ort der Qual kommen. 29 Abraham aber sagt: Sie haben Mose und die Propheten, auf die sollen sie hören. 30 Da sagte er: Nein, das werden sie nicht, Vater Abraham! Aber wenn einer von den Toten zu ihnen kommt, werden sie umkehren. 31 Da sagte er zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht hören, so werden sie sich auch nicht überzeugen lassen, wenn einer von den Toten aufersteht.
4 Höre, Israel: Der HERR, unser Gott, ist der einzige HERR. 5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit deiner ganzen Kraft. 6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen bleiben, 7 und du sollst sie deinen Kindern einschärfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du dich erhebst. 8 Du sollst sie als Zeichen auf deine Hand binden und sie als Merkzeichen auf der Stirn tragen, 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses schreiben und an deine Tore.
31 Nebukadnezzar, der König, machte ein Standbild aus Gold, sechzig Ellen war seine Höhe, sechs Ellen seine Breite. In der Ebene von Dura in der Provinz Babel stellte er es auf. 2 Und Nebukadnezzar, der König, sandte aus, um die Satrapen, die Vorsteher, die Statthalter, die Ratgeber, die Schatzmeister, die Richter und die Gerichtsbeamten, alle Machthaber der Provinzen, zu versammeln, damit sie zur Einweihung des Standbilds kämen, das Nebukadnezzar, der König, aufgestellt hatte. 3 Da versammelten sich die Satrapen, die Vorsteher und die Statthalter, die Ratgeber, die Schatzmeister, die Richter, die Gerichtsbeamten, alle Machthaber aus den Provinzen, zur Einweihung des Standbilds, das Nebukadnezzar, der König, aufgestellt hatte. Und vor dem Standbild, das Nebukadnezzar aufgestellt hatte, stellten sie sich auf. 4 Und laut rief der Herold: Euch, Völker, Nationen und Sprachen, wird gesagt:
5 Sobald ihr den Klang des Horns, der Pfeife, einer Zither, der Harfe, von Hackbrettern, einer Doppelflöte oder irgendeiner Art von Musik hört, sollt ihr niederfallen und dem goldenen Standbild huldigen, das Nebukadnezzar, der König, aufgestellt hat! 6 Und wer nicht niederfällt und huldigt, wird umgehend in den lodernden Feuerofen geworfen. 7 Deshalb fielen damals, als man den Klang des Horns, der Pfeife, einer Zither, der Harfe, von Hackbrettern oder irgendeiner Art von Musik hörte, alle Völker, Nationen und Sprachen nieder. Sie huldigen dem goldenen Standbild, das Nebukadnezzar, der König, aufgestellt hatte. 8 Deshalb kamen damals kasdäische Männer und verleumdeten die Judäer. 9 Dabei sagten sie zu Nebukadnezzar, dem König: Ewig lebe der König! 10 Du, König, hast einen Befehl erlassen: Jeder, der den Klang des Horns, der Pfeife, einer Zither, der Harfe, von Hackbrettern oder einer Doppelflöte oder irgendeiner Art von Musik hört, soll niederfallen und dem goldenen Standbild huldigen! 11 Und wer nicht niederfällt und huldigt, wird in den lodernden Feuerofen geworfen. 12 Es gibt judäische Männer, die du eingesetzt hast über die Verwaltung der Provinz Babel: Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Diese Männer scheren sich nicht um dich, König! Deinen Göttern dienen sie nicht, und dem goldenen Standbild, das du aufgestellt hast, huldigen sie nicht. 13 Da befahl Nebukadnezzar voller Zorn und Wut, Schadrach, Meschach und Abed-Nego herzubringen. Da wurden jene Männer vor den König gebracht. 14 Daraufhin sprach Nebukadnezzar zu ihnen: Ist es wahr, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, dass ihr meinen Göttern nicht dient und dem goldenen Standbild, das ich aufgestellt habe, nicht huldigt? 15 Nun, wenn ihr bereit seid, euch niederzuwerfen und dem Standbild, das ich gemacht habe, zu huldigen, sobald ihr den Klang des Horns, der Pfeife, einer Zither, der Harfe, von Hackbrettern und einer Doppelflöte oder irgendeiner Art von Musik hört - wenn ihr aber nicht huldigt, werdet ihr umgehend in den lodernden Feuerofen geworfen. Und wer sollte der Gott sein, der euch aus meinen Händen retten könnte? 16 Daraufhin sprachen Schadrach, Meschach und Abed-Nego zum König: Nebukadnezzar, darauf müssen wir dir keine Antwort geben. 17 Wenn der Gott, dem wir dienen, uns retten kann, wird er uns aus dem lodernden Feuerofen und aus deiner Hand, König, retten. 18 Und wenn nicht - es sollte dir bekannt sein, König, dass wir deinen Göttern nicht dienen und dem goldenen Standbild, das du aufgestellt hast, nicht huldigen werden! 19 Da schäumte Nebukadnezzar vor Wut, und der Ausdruck seines Gesichts änderte sich gegenüber Schadrach, Meschach und Abed-Nego. Daraufhin befahl er, den Ofen einzuheizen, siebenmal stärker als man ihn üblicherweise einheizte. 20 Und einigen Männern, tüchtigen Kriegern, die in seinem Heer waren, befahl er, Schadrach, Meschach und Abed-Nego zu fesseln, um sie in den lodernden Feuerofen zu werfen. 21 Da wurden diese Männer in ihren Hosen, ihren Kleidern und mit ihren Mützen und Gewändern gefesselt und in den lodernden Feuerofen geworfen. 22 Weil das Wort des Königs streng war und der Ofen ungewöhnlich stark geheizt war, tötete die Flamme des Feuers jene Männer, die Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaufbrachten. 23 Und diese drei Männer, Schadrach, Meschach und Abed-Nego, fielen gefesselt in den lodernden Feuerofen. 24 Da erschrak Nebukadnezzar, der König, und erhob sich eilends. Daraufhin sagte er zu seinen Staatsräten: Haben wir die drei Männer nicht gefesselt in den Feuerofen geworfen? Daraufhin sagten sie zum König: Gewiss, König! 25 Daraufhin sagte er: Seht, ich sehe vier Männer frei umhergehen im Feuer, und sie haben keine Verletzung, und das Aussehen des Vierten gleicht dem einer Gottheit. 26 Da trat Nebukadnezzar an die Tür des lodernden Feuerofens. Daraufhin sagte er: Schadrach, Meschach und Abed-Nego, ihr Diener des höchsten Gottes, kommt heraus und kommt her! Da gingen Schadrach, Meschach und Abed-Nego hinaus aus dem Feuer. 27 Und es versammelten sich die Satrapen, die Vorsteher, die Statthalter und die Staatsräte des Königs. Sie sahen diese Männer, über deren Körper das Feuer keine Macht hatte. Und das Haar auf ihren Köpfen war nicht versengt und ihre Kleider waren unversehrt, und nicht einmal der Hauch eines Feuers war an sie gekommen. 28 Daraufhin sagte Nebukadnezzar: Gepriesen ist der Gott von Schadrach, Meschach und Abed-Nego, der seinen Engel geschickt und seine Diener gerettet hat, die ihm vertraut haben und die das Wort des Königs übertreten und ihre Körper hingegeben haben, um keinem Gott dienen und huldigen zu müssen ausser allein ihrem Gott. 29 Und so wird ein Befehl von mir erlassen, der an jedes Volk, jede Nation und jede Sprache ergeht: Wer nachlässig redet über den Gott von Schadrach, Meschach und Abed-Nego, der wird in Stücke gehauen, und sein Haus wird zu einem Dreckshaufen gemacht, denn es gibt keinen anderen Gott, der so retten kann wie dieser. 30 Dann sorgte der König dafür, dass es Schadrach, Meschach und Abed-Nego in der Provinz Babel wieder gut ging. 31 Nebukadnezzar, der König, an alle Völker, Nationen und Sprachen, die irgendwo auf der Erde wohnen: Allumfassend sei euer Friede! 32 Es hat mir gefallen, die Zeichen und Wunder kundzutun, die der höchste Gott an mir getan hat. 33 Wie gross sind seine Zeichen und wie gewaltig seine Wunder! Seine Königsherrschaft ist eine ewige Königsherrschaft, und seine Herrschaft währt von Generation zu Generation.
1 Nun aber höre, Jakob, mein Diener, Israel, den ich erwählt habe! 2 So spricht der HERR, der dich gemacht und gebildet hat vom Mutterleib an, der dir hilft: Fürchte dich nicht, mein Diener Jakob, Jeschurun, den ich erwählt habe, 3 denn über den Durstigen werde ich Wasser giessen und Bäche über die Trockenheit. Meinen Geist werde ich ausgiessen über deine Nachkommen und über deine Nachfahren meinen Segen, 4 und sie werden spriessen zwischen dem Gras wie Weiden an Wasserläufen. 5 Dieser wird sprechen: Ich gehöre zum HERRN! Und jenen wird nach dem Namen Jakobs benennen, und ein anderer schreibt auf seine Hand: Dem HERRN zugehörig! Und man wird ihm den Ehrennamen Israel geben. 6 So spricht der HERR, der König Israels und sein Erlöser, der HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und es gibt keinen Gott ausser mir. 7 Und wer ist wie ich? Laut soll er es sagen, dass er es kundtut und mir darlegt, für die Zeit, seit ich ein ewiges Volk eingesetzt habe. Und das Kommende und das, was kommen wird, sollen sie ihnen kundtun! 8 Erschreckt nicht und fürchtet euch nicht! Habe ich es dir nicht schon damals verkündet und kundgetan? Und ihr seid meine Zeugen. Gibt es einen Gott ausser mir? Und es gibt keinen Fels! Ich weiss von keinem.
33 O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen und unerforschlich seine Wege! 34 Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen? 35 Wer hat ihm etwas geliehen, und es müsste ihm von Gott zurückgegeben werden? 36 Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist alles. Ihm sei Ehre in Ewigkeit, Amen.
1 Hallelujah. Lobt den HERRN vom Himmel her, lobt ihn in den Höhen. 2 Lobt ihn, alle seine Boten, lobt ihn, alle seine Heerscharen. 3 Lobt ihn, Sonne und Mond, lobt ihn, all ihr leuchtenden Sterne. 4 Lobt ihn, ihr Himmel der Himmel und ihr Wasser über dem Himmel. 5 Sie sollen loben den Namen des HERRN, denn er gebot, und sie wurden geschaffen. 6 Er setzte sie für immer und ewig, er gab eine Ordnung, und niemand darf sie verletzen. 7 Lobt den HERRN von der Erde her, ihr Ungeheuer und alle Fluten. 8 Feuer und Hagel, Schnee und Nebel, du Sturmwind, der sein Wort vollzieht, 9 ihr Berge und all ihr Hügel, ihr Fruchtbäume und alle Zedern, 10 ihr wilden Tiere und alles Vieh, Kriechtiere und gefiederte Vögel. 11 Ihr Könige der Erde und all ihr Nationen, ihr Fürsten und alle Richter der Erde, 12 ihr jungen Männer und auch ihr jungen Frauen, ihr Alten und Jungen. 13 Sie sollen loben den Namen des HERRN, denn sein Name allein ist erhaben, seine Hoheit über Erde und Himmel. 14 Er hat seinem Volk das Horn erhoben, zum Ruhm für alle seine Getreuen, für die Israeliten, das Volk, das ihm nahe ist. Hallelujah.
