Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
1 Und er kam nach Jericho und zog durch die Stadt. 2 Und da war ein Mann, der Zachäus hiess; der war Oberzöllner und sehr reich. 3 Und er wollte unbedingt sehen, wer dieser Jesus sei, konnte es aber wegen des Gedränges nicht, denn er war klein von Gestalt. 4 So lief er voraus und kletterte auf einen Maulbeerfeigenbaum, um ihn sehen zu können; denn dort sollte er vorbeikommen. 5 Als Jesus an die Stelle kam, schaute er nach oben und sagte zu ihm: Zachäus, los, komm herunter, denn heute muss ich in deinem Haus einkehren. 6 Und der kam eilends herunter und nahm ihn voller Freude auf. 7 Und alle, die es sahen, murrten und sagten: Bei einem sündigen Mann ist er eingekehrt, um Rast zu machen. 8 Zachäus aber trat vor den Herrn und sagte: Hier, die Hälfte meines Vermögens gebe ich den Armen, Herr, und wenn ich von jemandem etwas erpresst habe, will ich es vierfach zurückgeben. 9 Da sagte Jesus zu ihm: Heute ist diesem Haus Heil widerfahren, denn auch er ist ein Sohn Abrahams. 10 Denn der Menschensohn ist gekommen zu suchen und zu retten, was verloren ist.
15 Sieh, ich habe dir heute das Leben und das Glück vorgelegt, den Tod und das Unglück. 16 Ich gebiete dir heute, den HERRN, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu gehen und seine Gebote und Satzungen und Rechte zu halten. Dann wirst du leben und dich mehren, und der HERR, dein Gott, wird dich segnen in dem Land, in das du ziehst, um es in Besitz zu nehmen. 17 Wenn aber dein Herz sich abwendet und du nicht hörst, sondern du dich verführen lässt und dich vor anderen Göttern niederwirfst und ihnen dienst - 18 ich habe euch heute angekündigt, dass ihr dann zugrunde gehen und nicht lange leben werdet auf dem Boden, auf den du über den Jordan ziehst, um ihn in Besitz zu nehmen. 19 Ich rufe heute den Himmel und die Erde an als Zeugen gegen euch: Das Leben und den Tod habe ich dir vorgelegt, den Segen und den Fluch; erwähle nun das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen, 20 und liebe den HERRN, deinen Gott, höre auf seine Stimme und halte dich an ihn - das ist dein Leben und dein hohes Alter -, damit du in dem Land wohnen bleibst, das der HERR deinen Vorfahren, Abraham, Isaak und Jakob, zu geben geschworen hat.
1 Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, ihre sieben Säulen hat sie aufgerichtet. 2 Sie hat ihr Vieh geschlachtet, ihren Wein gemischt,
auch ihren Tisch hat sie gedeckt. 3 Ihre jungen Frauen hat sie ausgesandt, sie ruft oben auf den Höhen der Stadt: 4 Wer einfältig ist, kehre hier ein! Zu dem, dem es an Verstand fehlt, spricht sie: 5 Kommt, esst von meiner Speise und trinkt vom Wein, den ich gemischt habe. 6 Lasst ab von der Einfalt, so werdet ihr leben, und geht auf dem Weg des Verstandes. 7 Wer einen Spötter zurechtweist, trägt Schande davon, und einen Makel, wer den Frevler rügt. 8 Rüge nicht einen Spötter, sonst wird er dich hassen, rüge einen Weisen, und er wird dich lieben. 9 Gib dem Weisen, und er wird noch weiser, belehre den Gerechten, und er lernt dazu. 10 Der Anfang der Weisheit ist die Furcht des HERRN, und das Erkennen des Heiligen ist Verstand. 11 Durch mich werden deine Tage zahlreich, und deine Lebensjahre mehren sich.
1 Auf, geht zum Wasser, all ihr Dürstenden, und die ihr kein Silber habt, geht, kauft Getreide, und esst, und geht, kauft Getreide, nicht für Silber, und Wein und Milch, nicht für Geld! 2 Warum bietet ihr Silber für etwas, das kein Brot ist, und euren Verdienst für das, was nicht sättigt? So hört mir zu, und esst Gutes, damit ihr eure Freude habt am Fett. 3 Neigt euer Ohr, und kommt zu mir! Hört, dann werdet ihr leben, und ich will einen ewigen Bund mit euch schliessen: die unverbrüchlichen Gnadenerweise für David. 4 Sieh, zum Zeugen für Völker habe ich ihn gemacht, zum Fürsten und Gebieter von Völkern. 5 Sieh, du wirst eine Nation rufen, die du nicht kennst, und eine Nation, die dich nicht kannte - sie werden zu dir eilen, um des HERRN, deines Gottes, um des Heiligen Israels willen,
denn er hat dich verherrlicht.
11 Darum: Denkt daran, dass ihr einst als ‹Heiden im Fleisch› galtet, ‹Unbeschnittene› genannt wurdet von den sogenannt Beschnittenen, deren Beschneidung am Fleisch mit Händen gemacht wird, 12 dass ihr damals fern von Christus wart, ausgeschlossen vom Bürgerrecht Israels und Fremdlinge, nicht einbezogen in die Bundesschlüsse der Verheissung, ohne Hoffnung und ohne Gott in der Welt. 13 Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst weit weg wart, ganz nahe durch das Blut Christi. 14 Denn er ist unser Friede, er hat aus den beiden eins gemacht und die Wand der Feindschaft, die uns trennte, niedergerissen durch sein Leben und Sterben. 15 Das Gesetz mit seinen Geboten und Bestimmungen hat er aufgehoben, um die beiden in seiner Person zu einem einzigen, neuen Menschen zu erschaffen, Frieden zu stiften 16 und die beiden durch das Kreuz in einem Leib mit Gott zu versöhnen; zerstört hat er die Feindschaft durch seine eigene Person. 17 Und er kam und verkündigte Frieden euch, den Fernen - und Frieden den Nahen. 18 Denn durch ihn haben wir beide in einem Geist Zugang zum Vater. 19 Ihr seid also nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, ihr seid vielmehr Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes, 20 aufgebaut auf dem Fundament der Apostel und Propheten - der Schlussstein ist Christus Jesus selbst. 21 Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, 22 durch ihn werdet auch ihr mit eingebaut in die Wohnung Gottes im Geist.
1 Für den Chormeister. Ein Psalm Davids. 2 Der Himmel erzählt die Herrlichkeit Gottes, und das Firmament verkündet das Werk seiner Hände. 3 Ein Tag sagt es dem andern, und eine Nacht tut es der anderen kund, 4 ohne Sprache, ohne Worte, mit unhörbarer Stimme. 5 In alle Länder hinaus geht ihr Schall, bis zum Ende der Welt ihr Reden. Der Sonne hat er am Himmel ein Zelt errichtet: 6 Wie ein Bräutigam kommt sie hervor aus ihrer Kammer, läuft freudig wie ein Held die Bahn. 7 An einem Ende des Himmels geht sie auf und läuft bis zum anderen Ende, und nichts bleibt ihrer Glut verborgen. 8 Die Weisung des HERRN ist vollkommen, sie gibt neues Leben. Das Zeugnis des HERRN ist verlässlich, es macht den Einfältigen weise. 9 Die Befehle des HERRN sind gerecht, sie erfreuen das Herz. Das Gebot des HERRN ist lauter, es erleuchtet die Augen. 10 Die Furcht des HERRN ist rein, sie hat für immer Bestand. Die Gesetze des HERRN sind Wahrheit, allesamt sind sie gerecht. 11 Kostbarer sind sie als Gold, als viel feines Gold, und süsser als Honig, als Wabenseim. 12 Auch dein Diener lässt sich warnen durch sie, wer sie hält, hat reichen Lohn. 13 Aber wer kennt alle Verfehlungen? Sprich mich frei von denen, die mir verborgen sind. 14 Auch vor vermessenen Menschen bewahre deinen Diener, dass sie nicht über mich herrschen. Dann bin ich schuldlos und frei von jedem Vergehen. 15 Lass dir die Worte meines Mundes gefallen,
und das Sinnen meines Herzens gelange zu dir, HERR, mein Fels und mein Erlöser.
28 Kommt zu mir, all ihr Geplagten und Beladenen: Ich will euch erquicken.
15 Als aber einer der Tischgenossen das hörte, sagte er zu ihm: Selig, wer im Reich Gottes essen wird. 16 Er aber sagte zu ihm: Ein Mensch gab ein grosses Essen und lud viele ein. 17 Und zur Stunde des Mahls sandte er seinen Knecht aus, um den Geladenen zu sagen: Kommt, alles ist schon bereit! 18 Da begannen auf einmal alle, sich zu entschuldigen. Der erste sagte zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muss unbedingt hingehen, um ihn zu besichtigen. Ich bitte dich, betrachte mich als entschuldigt. 19 Und ein anderer sagte: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft und bin unterwegs, sie zu prüfen. Ich bitte dich, betrachte mich als entschuldigt. 20 Und wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen. 21 Und der Knecht kam zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte zu seinem Knecht: Geh schnell hinaus auf die Strassen und Gassen der Stadt und bring die Armen und Verkrüppelten und Blinden und Lahmen herein. 22 Und der Knecht sagte: Herr, was du angeordnet hast, ist geschehen, und es ist noch Platz. 23 Und der Herr sagte zum Knecht: Geh hinaus auf die Landstrassen und an die Zäune und dränge sie hereinzukommen, damit mein Haus voll wird! 24 Doch das sage ich euch: Von jenen Leuten, die zuerst eingeladen waren, wird keiner mein Mahl geniessen.
1 Zu jener Zeit zog Juda hinab, weg von seinen Brüdern, und schloss sich einem Mann an aus Adullam, der hiess Chira. 2 Dort sah Juda die Tochter eines Kanaaniters, der hiess Schua. Er nahm sie zur Frau und ging zu ihr. 3 Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn, und er nannte ihn Ehr. 4 Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn, und sie nannte ihn Onan. 5 Und sie gebar noch einmal einen Sohn, und sie nannte ihn Schela; Juda aber befand sich in Kesib, als sie ihn gebar. 6 Und Juda nahm für Ehr, seinen Erstgeborenen, eine Frau, und deren Name war Tamar. 7 Aber Ehr, der Erstgeborene Judas, war böse in den Augen des HERRN, und der HERR liess ihn sterben. 8 Da sprach Juda zu Onan: Geh zur Frau deines Bruders, vollzieh mit ihr die Schwagerehe und schaffe deinem Bruder Nachkommen. 9 Onan aber wusste, dass die Nachkommen nicht ihm gehören würden. So liess er, wenn er zur Frau seines Bruders ging, den Samen auf die Erde fallen und verderben, um seinem Bruder keine Nachkommen zu schaffen.
10 Aber was er tat, war böse in den Augen des HERRN, und er liess auch ihn sterben. 11 Da sprach Juda zu Tamar, seiner Schwiegertochter: Bleibe als Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela herangewachsen ist. Denn er dachte: Auch er könnte sterben wie seine Brüder. So ging Tamar und blieb im Haus ihres Vaters. 12 Die Jahre vergingen. Da starb die Tochter Schuas, die Frau Judas. Und Juda hielt die Trauerzeit ein, dann ging er mit Chira, seinem Freund aus Adullam, zu seinen Schafscherern hinauf nach Timna. 13 Und Tamar wurde gemeldet: Sieh, dein Schwiegervater geht hinauf nach Timna, um seine Schafe zu scheren.
14 Da legte sie ihre Witwenkleider ab, bedeckte sich mit dem Schleier und verhüllte sich. Dann setzte sie sich an den Eingang von Enajim, das am Weg nach Timna liegt. Denn sie hatte gesehen, dass Schela herangewachsen war, dass sie ihm aber nicht zur Frau gegeben worden war. 15 Juda sah sie und hielt sie für eine Hure, denn sie hatte ihr Gesicht verhüllt. 16 Und er wandte sich zu ihr am Wegrand und sprach: Lass mich zu dir kommen! Denn er wusste nicht, dass es seine Schwiegertochter war. Sie sprach: Was gibst du mir, wenn du zu mir kommen darfst? 17 Er sprach: Ich werde dir ein Zicklein von der Herde schicken. Sie sprach: Wenn du ein Pfand gibst, bis du es schickst. 18 Er sprach: Was für ein Pfand soll ich dir geben? Sie sprach: Dein Siegel und deine Schnur und deinen Stab, den du in der Hand hast. Er gab es ihr und ging zu ihr, und sie wurde schwanger von ihm. 19 Dann stand sie auf und ging weg, legte ihren Schleier ab und zog wieder ihre Witwenkleider an. 20 Juda aber schickte das Zicklein durch seinen Freund aus Adullam, um das Pfand von der Frau wieder zu bekommen, der aber fand sie nicht. 21 Da fragte er die Leute aus ihrem Ort: Wo ist jene Geweihte, die hier in Enajim jeweils am Weg sitzt? Sie sprachen: Hier gibt es keine Geweihte. 22 Da kehrte er zu Juda zurück und sprach: Ich habe sie nicht gefunden. Auch haben die Leute aus dem Ort gesagt: Hier gibt es keine Geweihte. 23 Juda sprach: So mag sie es behalten. Wenn wir nur nicht zum Gespött werden. Sieh, ich habe dieses Böcklein geschickt, du aber hast sie nicht gefunden.
24 Etwa drei Monate später wurde Juda gemeldet: Deine Schwiegertochter Tamar hat sich mit einem anderen Mann eingelassen, und nun ist sie von ihrer Hurerei auch noch schwanger. Da sprach Juda: Führt sie hinaus, sie soll verbrannt werden. 25 Schon war sie hinausgeführt, da liess sie ihrem Schwiegervater sagen: Von dem Mann, dem dies hier gehört, bin ich schwanger. Und sie liess weiter sagen: Sieh doch nach, wem der Siegelring, die Schnur und der Stab da gehören. 26 Juda sah es sich genau an und sprach: Sie ist im Recht gegen mich, denn ich habe sie ja meinem Sohn Schela nicht gegeben. Aber er verkehrte nicht mehr mit ihr.
1 Ein guter Ruf ist wertvoller als grosser Reichtum, Ansehen ist besser als Silber und Gold. 2 Reiche und Arme begegnen sich,
erschaffen hat sie alle der HERR. 3 Ein Kluger sieht das Unheil kommen und verbirgt sich, die Einfältigen aber gehen weiter und müssen es büssen. 4 Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre und Leben. 5 Dornen und Schlingen sind auf dem Weg des Falschen, wer sein Leben schützen will, bleibt ihnen fern. 6 Erzieh den jungen Mann am Anfang seines Wegs, dann weicht er auch im Alter nicht davon ab. 7 Der Reiche herrscht über die Armen, und der Schuldner ist der Sklave des Gläubigers. 8 Wer Unrecht sät, wird Unheil ernten, und mit dem Stock seines Zorns hat es ein Ende. 9 Wer ein gütiges Auge hat, wird gesegnet, denn er gibt dem Armen von seinem Brot. 10 Vertreibe den Spötter, so geht auch der Hader, und Streiten und Schmähen hören auf. 11 Wer ein reines Herz liebt und anmutige Lippen hat, dessen Freund ist der König. 12 Die Augen des HERRN wachen über die Erkenntnis, aber die Worte des Abtrünnigen verwirrt er. 13 Der Faule sagt: Draussen ist ein Löwe, auf offener Strasse könnte ich getötet werden. 14 Eine tiefe Grube ist der Mund fremder Frauen, wem der HERR zürnt, der fällt hinein. 15 Torheit haftet am Herzen des jungen Mannes, der Stock der Unterweisung treibt sie ihm aus 16 Wer einen Armen unterdrückt, macht ihn reich, wer einem Reichen gibt, macht nur Verlust.
