Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen Bibeltext aus der prophetischen Sammlung, die traditionell Jeremia genannt wird. In der Tradition reformierter lectio continua, selbst ein integrales Stück zu lesen statt einzelner und von Autoritäten ausgesuchter Perikopen, sind in der vorfindlichen Abfolge je die kleinsten sinnhaltigen Einheiten gedruckt und gelesen. Wir danken dem Verlag TVZ für den Text der Zürcher Bibel 2019. Es lesen abwechselnd Georg Rieger (S) und Matthias Krieg (M). Lizenz:CC-BY-SA 4.0

Samstag 11. Juni 2022

Jeremia 21,8-10

8 Und zu diesem Volk sollst du sagen: So spricht der HERR: Seht, den Weg des Lebens und den Weg des Todes lege ich euch vor. 9 Wer in dieser Stadt bleibt, wird sterben durch das Schwert, vor Hunger oder an der Pest. Wer aber hinausgeht und überläuft zu den Kasdäern, die euch belagern, bleibt am Leben, und er wird als Beute sein Leben haben. 10 Denn zum Bösen und nicht zum Guten habe ich mein Angesicht auf diese Stadt gerichtet, Spruch des HERRN, in die Hand des Königs von Babel wird sie gegeben werden, und er wird sie im Feuer verbrennen. tvz

Freitag 10. Juni 2022

Jeremia 21,1-7

21 1 Das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging, als König Zidkijahu den Paschchur, den Sohn des Malkija, und Zefanja, den Sohn des Maaseja, den Priester, zu ihm sandte, um zu sagen: 2 Befrage doch den HERRN für uns, denn Nebukadrezzar, der König von Babel, führt Krieg gegen uns. Vielleicht handelt der HERR so wunderbar an uns, wie er es so oft getan hat, so dass er wegzieht von uns. 3 Da sprach Jeremia zu ihnen: So sollt ihr zu Zidkijahu reden: 4 So spricht der HERR, der Gott Israels: Sieh, ich wende die Kriegswaffen, die in eurer Hand sind, mit denen ihr den König von Babel und die Kasdäer, die euch belagern, ausserhalb der Mauer bekämpft, und ziehe sie zusammen in der Mitte dieser Stadt. 5 Und ich selbst werde euch bekämpfen mit ausgestreckter Hand und starkem Arm und voller Grimm und Wut und grossem Zorn. 6 Und die Bewohner dieser Stadt werde ich schlagen, Mensch und Tier; an einer schrecklichen Pest werden sie sterben. 7 Und danach, Spruch des HERRN, gebe ich Zidkijahu, den König von Juda, und seine Diener und das Volk, die, die in dieser Stadt verschont geblieben sind von der Pest, vom Schwert und vom Hunger, in die Hand Nebukadrezzars, des Königs von Babel, und in die Hand ihrer Feinde, in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben trachten, und mit der Schärfe des Schwerts wird er sie erschlagen. Er wird sie nicht verschonen, und er wird kein Mitleid haben, und er wird sich nicht erbarmen. tvz

Donnerstag 9. Juni 2022

Jeremia 20,14-18

14 Verflucht ist der Tag, an dem ich geboren wurde; der Tag, an dem meine Mutter mich geboren hat, er sei nicht gesegnet. 15 Verflucht ist der Mann, der meinem Vater die Botschaft brachte: Ein Sohn ist dir geboren worden! Wie glücklich hat er ihn gemacht! 16 Und jener Mann soll sein wie die Städte, die der HERR umgestürzt und deren er sich nicht erbarmt hat. Dann wird er Schreie hören am Morgen und Kriegslärm zur Mittagszeit. 17 Denn er hat mir nicht den Todesstoss gegeben im Mutterleib, und meine Mutter wurde nicht mein Grab, und ihr Leib blieb nicht schwanger für immer. 18 Warum nur kam ich aus dem Mutterleib? Um Mühsal zu sehen und Qual? In Schande sind meine Tage vergangen. tvz

Mittwoch 8. Juni 2022

Jeremia 20,12-13

12 Der HERR der Heerscharen aber prüft den Gerechten, er sieht Nieren und Herz. Deine Rache an ihnen werde ich sehen, denn dir habe ich meinen Rechtsstreit anvertraut. 13 Singt dem HERRN, lobt den HERRN, denn aus der Hand der Übeltäter hat er das Leben des Armen gerettet. tvz

Dienstag 7. Juni 2022

Jeremia 20,7-11

7 Du hast mich überredet, HERR, und ich habe mich überreden lassen; du bist stärker als ich,  und du hast gewonnen; den ganzen Tag lang bin ich ein Gespött, jeder macht sich lustig über mich. 8 Denn wenn immer ich rede, schreie ich auf. Gewalttat und Unterdrückung!, rufe ich. Denn den ganzen Tag lang gereicht mir das Wort des HERRN zu Hohn und Spott. 9 Und wenn ich sage: Ich werde nicht an ihn denken und nicht mehr in seinem Namen sprechen!, dann wird es in meinem Herzen wie brennendes Feuer, eingeschlossen in meinem Gebein. Und ich habe mich abgemüht, es zu ertragen, und ich kann es nicht. 10 Von vielen habe ich Gerede gehört: Grauen ringsum! Erstattet Bericht! Lasst uns Bericht erstatten! Alle, mit denen ich Frieden hielt, lauern auf meinen Fall: Vielleicht lässt er sich verleiten, dann wollen wir ihn überwältigen und unsere Rache an ihm nehmen! 11 Der HERR aber ist bei mir, wie ein mächtiger Held, deshalb werden meine Verfolger straucheln, und sie können nicht gewinnen. In tiefer Schande stehen sie da und ohne Erfolg! Eine ewige Schmach, sie wird nicht vergessen werden!  tvz

Montag 6. Juni 2022

Jeremia 19,14-20,6

14 Und Jeremia kam vom Tofet, wohin der HERR ihn gesandt hatte, um zu weissagen, und er stellte sich in den Vorhof des Hauses des HERRN und sprach zum ganzen Volk: 15 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Seht, dieser Stadt und über all ihre Ortschaften bringe ich das ganze Unheil, das ich gegen sie angesagt habe, denn sie sind hartnäckig und hören nicht auf meine Worte. 20 1 Und Paschchur, der Sohn des Immer, der Priester, der oberste Aufseher im Haus des HERRN, hörte, wie Jeremia diese Worte weissagte. 2 Und Paschchur schlug Jeremia, den Propheten, und sperrte ihn in den Block, der sich im oberen Benjamin-Tor beim Haus des HERRN befand. 3 Und am nächsten Tag entliess Paschchur den Jeremia aus dem Block, und Jeremia sprach zu ihm: Nicht Paschchur nennt dich der HERR, sondern: Grauen-ringsum! 4 Denn so spricht der HERR: Sieh, ich mache dich zum Grauen für dich und für alle deine Freunde; und durch das Schwert ihrer Feinde werden sie fallen, und deine Augen müssen es mitansehen. Und ganz Juda gebe ich in die Hand des Königs von Babel, und dieser wird sie nach Babel in die Verbannung führen, und mit dem Schwert wird er sie erschlagen. 5 Und alle Vorräte dieser Stadt und den ganzen Ertrag ihrer Arbeit und all ihre Kostbarkeiten und alle Schätze der Könige von Juda gebe ich in die Hand ihrer Feinde, und diese werden sie ausplündern und sie mitnehmen, und man wird sie nach Babel bringen. 6 Und du, Paschchur, und alle, die in deinem Haus wohnen, ihr werdet in die Gefangenschaft gehen: Nach Babel wirst du kommen, und dort wirst du sterben, und dort wirst du begraben werden, du und alle deine Freunde, denen du verlogen geweissagt hast. tvz

Sonntag 5. Juni 2022

Jeremia 19,1-13

19 1 So sprach der HERR: Geh und kaufe dir einen Krug, gebildet aus Ton, und nimm mit dir einige von den Ältesten des Volks und von den Ältesten der Priester. 2 Dann geh hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das am Eingang des Scherben-Tors liegt, und dort rufe die Worte aus, die ich dir sagen werde,  3 und sprich: Hört das Wort des HERRN, Könige von Juda und Bewohner Jerusalems! So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Seht, ich bringe Unheil über diese Stätte, dass jedem, der davon hört, die Ohren gellen. 4 Darum, weil sie mich verlassen und diese Stätte missbraucht haben und an ihr anderen Göttern Rauchopfer dargebracht haben, die sie und ihre Vorfahren und die Könige von Juda nicht kannten, und weil sie diesen Ort mit dem Blut Unschuldiger überschwemmt 5 und die Kulthöhen des Baal gebaut haben, um ihre Kinder im Feuer zu verbrennen als Brandopfer für den Baal, was ich ihnen niemals geboten habe und wovon ich nichts gesagt habe und was nie in meinen Sinn gekommen wäre! 6 Darum, sieh, es kommen Tage, Spruch des HERRN, da wird diese Stätte nicht mehr Tofet und Tal Ben-Hinnom genannt werden, sondern: Tal des Mordens! 7 Und das Planen Judas und Jerusalems werde ich vereiteln an diesem Ort, und durch das Schwert werde ich sie fallen lassen vor ihren Feinden, durch die, die ihnen nach dem Leben trachten. Und ihre Leichen werfe ich den Vögeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Frass vor. 8 Und diese Stadt werde ich entsetzlich zurichten und zu einem Anlass zum Zischen machen; jeder, der an ihr vorübergeht, wird sich entsetzen, so dass er zischt, wenn er das Ausmass ihrer Zerstörung sieht. 9 Und ich werde sie das Fleisch ihrer Söhne und das Fleisch ihrer Töchter essen lassen, und jeder wird das Fleisch seines Nächsten essen in der Bedrängnis und in der Drangsal, in die ihre Feinde, die ihnen nach dem Leben trachten, sie bringen. 10 Und vor den Augen der Männer, die mit dir gehen, sollst du den Krug zerbrechen, 11 und du sollst zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ebenso werde ich dieses Volk zerbrechen und diese Stadt, wie man das Gefäss des Töpfers zerbricht, das man nicht mehr ganz machen kann. Und im Tofet wird man so viele begraben, dass kein Platz mehr ist zum Begraben. 12 So werde ich es mit diesem Ort machen, Spruch des HERRN, und mit seinen Bewohnern, um diese Stadt dem Tofet gleich zu machen. 13 Und die Häuser Jerusalems und die Häuser der Könige von Juda werden wie die Stätte des Tofet sein - die unreinen! -, all die Häuser, auf deren Dächern sie dem ganzen Heer des Himmels Rauchopfer dargebracht und anderen Göttern Trankopfer gespendet haben. tvz

Samstag 4. Juni 2022

Jeremia 18,19-23

19 Achte du, HERR, auf mich, und höre die Stimme derer, die mit mir streiten. 20 Soll Gutes mit Bösem vergolten werden? Sie haben mir eine Grube gegraben! Erinnere dich, wie ich vor dir gestanden habe, um Gutes über sie zu reden, um deinen Zorn von ihnen abzuwenden. 21 Darum, gib ihre Kinder dem Hunger preis und übergib sie der Gewalt des Schwerts: Ihre Frauen sollen kinderlos sein und Witwen werden, und ihre Männer ereile der Tod, ihre jungen Männer sollen vom Schwert erschlagen werden in der Schlacht. 22 Aus ihren Häusern ertönen Schreie, wenn du die Kriegsschar über sie kommen lässt aus dem Nichts. Denn sie haben eine Grube gegraben, um mich zu fangen, und Netze ausgelegt für meine Füsse. 23 Du aber, HERR, weisst von all dem, was sie gegen mich beschlossen haben, um mich zu töten. Vergib ihnen nicht ihre Schuld, und ihre Sünde lösche nicht aus vor dir, damit sie zu Fall gebracht werden vor dir, tu es ihnen an in der Zeit deines Zorns! tvz

Freitag 3. Juni 2022

Jeremia 18,18

18 Sie aber haben gesagt: Kommt, wir wollen Pläne schmieden gegen Jeremia! Denn niemals wird dem Priester die Weisung oder dem Weisen der Rat oder dem Propheten das Wort ausgehen. Kommt, wir wollen ihn schlagen mit Sprache und auf keines seiner Worte achten. tvz

Donnerstag 2. Juni 2022

Jeremia 18,13-17

13 Darum, so spricht der HERR: Fragt doch nach unter den Nationen: Wer hat dergleichen je gehört? Ganz Abscheuliches hat die Jungfrau Israel getan. 14 Schwindet der Schnee des Libanon vom Fels im Feld? Oder versiegt das kalte, rieselnde Wasser, das aus der Fremde kommt? 15 Mich aber hat mein Volk vergessen, den Nichtsen bringen sie Rauchopfer dar, und diese haben sie straucheln lassen auf ihren Wegen, auf den uralten Pfaden, sie liessen sie Wege gehen, einen ungebahnten Weg, 16 damit sie ihr Land zum Entsetzen machen, zu immer währendem Spott; jeder, der es durchwandert, entsetzt sich und schüttelt den Kopf. 17 Wie der Ostwind zerstreue ich sie vor dem Feind, den Rücken und nicht das Angesicht lasse ich sie sehen am Tag ihres Unglücks. tvz

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