Psalm

Psalmmelodien zum Mitsingen und -summen

Wöchentlich werden hier alte und neue Psalmmelodien zum Hören und Mitsingen bereitgestellt.

Psalm 99

1. Gott, der HERR regiert. Ihm allein gebührt / Ehre, Macht und Reich. Völker, bücket euch, / bücket euch vor ihm auf den Cherubim! / Seht, die Erde bebet, wenn er sich erhebet! /

2. Gott allein ist groß, herrlich Zions Los. / Aller Völker Macht bei ihm nichts geacht’t, / alles bückt sich hier. Jeder huldge dir, / preise deinen Namen hoch und heilig. Amen. /

3. Seht die Majestät unsers Königs, seht, / wo ist wohl ein Reich seinem Reiche gleich? / Weil er liebt das Recht, liebt es Herr und Knecht. / Er hat Licht und Leben seinem Volk gegeben. /

4. Kommt, erhebet gern unsern Gott und HERRN! / Werft euch vor ihm hin und anbetet ihn, / wo sein Schemel steht und er sich erhöht. / Preiset seinen Namen hoch und heilig. Amen. /

5. Auf, erhebet gern unsem Gott und HERRN! / Fallet vor ihm hin und anbetet ihn! / Der uns nahe wohnt, noch den Sucher lohnt. / Er, der HERR, ist heilig. Unser Gott ist heilig. / Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen 1793 / 


Dick Sanderman
Psalm 5

1. HERR, du wirst merken auf mein Flehen. / Am Morgen schau ich aus nach dir. / Mein Gott, als Tröster zeig dich mir. / Ich weiß doch: Wer dein Recht will schmähen, / kann nicht bestehen.

2. Ich will voll Dank dein Haus betreten, / dein Wort ermutigt mich dazu. / In deinem Tempel find ich Ruh, / um deinen Namen anzubeten, / den hoch erhöhten.

3. HERR, deinem Wort will ich mich fügen. Mach eben vor mir deine Bahn / und zeig mir, wo ich gehen kann. / Der Feind will gern dein Recht verbiegen / und mich betrügen.

4. Lass büßen ihn nach deinem Willen, / sein böses Treiben bring zu Fall / und tilg den Frevel überall. / Den Sturm des Unrechts wirst du stillen, / dein Wort erfüllen.

5. Ich weiß, du wirst mit deinem Segen / ein Schild sein dem, der dir vertraut, / lässt jauchzen den, der auf dich baut, / kommst ihm auf allen seinen Wegen / gnädig entgegen. / Melodie: Straßburg-Genf 1542 / Text: Walter Herrenbrück 1991


Chormusik zum Genfer Psalter, Domkantorei Berlin
Psalm 108

1. My heart is steadfast, O my God, And I will sing unto Thy laud, Yes, I will make a melody And give my thanks, O LORD, to Thee. Awake, O harp and lyre, a wake! For I will urge the dawn to break. I’ll sing Thy glory to the nations, Thy praise among their populations. Great is, O God, Thy steadfast love Right to the heavens and above; Thy faithfulness soars to the skies. Let over earth Thy glory rise; Let, reaching to the clouds, Thy praise Transcend our earthly human ways. Now rescue Thy beloved nation. O God, reply! Send us salvation!

2. The LORD spoke in His holiness And gave these steadfast promises: “Shechem and Succoth I’ll subdue, Moab and Edom conquer too. Manasseh’s tribe belongs to me, While Ephraim shall my helmet be, And Judah is my scepter glorious; In Palestine I’ll be victorious.” / Dewey Westra, 1961, & William Helder, 1972


Genevan Psalter
Psalm 67

1. HERR, unser Gott, auf den wir trauen, / entzieh uns deine Güte nicht, / lass auf uns her dein Antlitz schauen, / erleuchte, tröst uns durch dein / Licht, dass durch uns auf Erden / mög verbreitet werden / was dein Arm getan! / Gott gibt Heil und Freuden. / Sähn doch alle Heiden, / was Gott geben kann!

2. Dich werden, Gott, die Völker loben, / von allen wirst du einst erhöht, / ja, du allein wirst hoch erhoben / in deines Namen Majestät. / Alle sehn / entzücket, / wie dein Heil beglücket / jedes Volk und Land. / Ja, wo du regierest, / Menschen richtest, führest, / wird dein Heil erkannt.

3. Dich werden, Gott, die Völker loben, / von allen wirst du einst erhöht. / Ja, du allein wirst hoch erhoben / in deines Namens Majestät. / Gottes Erde gibet, / weil er Menschen liebet, / Brot, das uns erhält. / Er kommt uns mit Segen / überall entgegen. / Fürcht ihn, alle Welt! / Melodie: 1543 / Genf 1551 / Text: Matthias Jorissen 1793


Chormusik zum Genfer Psalter, Domkantorei Berlin
Psalm 105

1. Dank, dank dem HERRN, du, Jakobs Same, / denn hoch und herrlich ist sein Name. / Geht, kündigt allen Völkern an / die Taten, die sein Arm / getan. / Singt, spielt und redet froh von ihm, / dass alles seine Wunder rühm.

2. Sein Nam ist heilig, preist ihn, rühmet, / freut euch des Namens, wie’s euch ziemet. / Gott, der euch sich zum Volke schafft, / ist euer Leben, Licht und Kraft. / Wer je nach dem Erbarmer fragt, / des Herz sei froh und unverzagt.

3. Fragt nach dem HERRN und seiner Stärke, / der HERR ist groß in seinem Werke. / Sucht doch sein freundlich Angesicht: / Den, der ihn sucht, verlässt er nicht. / Denkt an die Wunder, die er tat, / und was sein Mund versprochen hat. /

4. Er will stets seines Bunds gedenken, / nie wird er seine Treue kränken. / An tausend nach uns immerfort / erfüllt er sein Verheißungswort. / Der Bund, der Abrams Hoffnung war, / steht jetzt noch da unwandelbar.

5. O seht, wie Gott sein Volk regieret, / aus Angst und Not zur Ruhe führet. / Er hilft, damit man immerdar / sein Recht und sein Gesetz bewahr. / Ja, wer ihn kennet, dient ihm gern. / Gelobet sei der Nam des HERRN! / Melodie: Genf 1562 / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Dick Sanderman
Psalm 96

1. Sing, Erde, sing in frohen Chören  / ein neues Lied zu Gottes Ehren.  / Groß ist der Gnade Herrlichkeit,  / die uns mit frohem Heil erfreut.  / Lass täglich ihn dein Loblied hören.

2. Der tote Götze kann nichts geben,  / es lebt der HERR und gibt uns Leben.  / Den Himmel und die Erde schuf  / der HERR durch seiner Allmacht Ruf.  / Lasst seinen Namen uns erheben.

3. Was prächtig schimmert, wird zunichte  / beim Glanz vor seinem Angesichte.  / Wie strahlet Herrlichkeit und Ruhm  / hervor aus seinem Heiligtum.  / Er ruft euch, Völker, kommt zum Lichte! 

4. Kommt, naht euch feierlich geschmücket  / ihm, dem sich Erd und Himmel bücket,  / und betet an die Majestät,  / die über alle Himmel geht  / und hier in Gnaden auf euch blicket.

5. Du, Himmel, jauchz dem HERRN zu Ehren!  / Du, Erd, sollst seinen Ruhm vermehren!  / Du, Meer, erhebe brausend dich!  / Ihr, Feld und Wald, rühmt feierlich!  / Der HERR lässt seine Stimme hören.

6. Der HERR ist König! Sagt’s den Heiden,  / verkündiget es laut mit Freuden.  / Die Welt steht fest und wanket nicht.  / Er trägt sie, er hält einst Gericht,  / wird zwischen Recht und Unrecht scheiden.  / Melodie: Genf 1562  / Text: nach Matthias Jorissen 1793

Psalm 102

1. Dir will ich mein Herz ausschütten,  / HERR, ach höre meine Bitten!  / Mein Geschrei dringt durch zu dir.  / Wend dein Antlitz nicht von mir,  / neig dein Ohr und komm mir Armen  / doch entgegen mit Erbarmen,  / hör in meiner Not mich flehen,  / eile, sonst muss ich vergehen! 

2. Auf, Erbarmer, sammle wieder  / Zions ganz zerstreute Glieder.  / Sieh, das Wort aus deinem Mund  / tut uns die Erlösung kund.  / Ja, der Tag von dir versprochen,  / ist schon wirklich angebrochen.  / Bald ist doch die Zeit erschienen,  / dass wir dir in Freiheit dienen.

3. Denk, o HERR, wie lang die Deinen  / über Zions Trümmer weinen.  / Wenn einmal ihr Auge schaut,  / dass es wieder steht gebaut,  / dann wirst du dich dort verklären,  / Heiden werden dich verehren  / alle Kön’ge staunend stehen,  / deine Herrlichkeit zu sehen.

4. Ja, der HERR wird Zion bauen,  / dort sich uns, die ihm vertrauen,  / zeigen in der Herrlichkeit,  / unsrer Väter Ruhm und Freud.  / Ja, Gott wird Erlösung senden,  / sich zu den Verlassnen wenden.  / Seines Volkes heißes Flehen  / kann der HERR nicht lang verschmähen. 

5. Wer sollt ihn nicht freudig loben,  / der auf seinem Thron von oben  / auf sein Volk, dem Tode nah,  / mit Erbarmen niedersah!  / Unsre Seufzer, unsre Schmerzen  / dringen unserm Gott zu Herzen.  / Seine Hand kann aus den Ketten  / die zum Tod Verdammten retten. 

6. O sein Name sei gepriesen,  / ihm in Zion Ehr erwiesen!  / Salem muss sich in ihm freun  / und sich seinem Lobe weihn!  / Völker werden betend eilen,  / unser Heil mit uns zu teilen,  / Könige sich zu uns kehren  / und dem HERRN die Treue schwören. 

7. Heil dem, der das wird erleben!  / Doch wer wird mir Kräfte geben?  / Gott hat mich in Staub gestürzt,  / meine Tage abgekürzt.  / Töt mich nicht durch deine Plage  / in der Hälfte meiner Tage!  / Sind nicht deine Lebenszeiten  / Ewigkeit der Ewigkeiten?

8. Dein allmächtiges: Es werde!  / hat gegründet einst die Erde  / und des hohen Himmels Zelt  / majestätisch hingestellt.  / Doch, wie fest sie jetzt auch stehen,  / Erd und Himmel muss vergehen,  / nichts kann ihnen Dauer geben.  / Du allein wirst ewig leben.

9. Sinkt der Himmel, fällt die Erde  / wie ein altes Kleid, dein Werde!  / hat bald eine neue Welt  / aus dem Staube dargestellt.  / Wechseln sie, du bleibest immer,  / deine Schönheit altert nimmer.  / Sind nicht deine Lebenszeiten  / Ewigkeit der Ewigkeiten? 

10. Einst wird unser Auge sehen  / alles in Erfüllung gehen.  / Erd und Himmel mag vergehn,  / Gottes Wort bleibt ewig stehn.  / Bald erhebet deine Rechte  / unsre Kinder, deine Knechte,  / dass sie in dem Land gedeihen  / und sich deiner ewig freuen.  / Melodie: Genf 1562  / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Chormusik zum Genfer Psalter, Berliner Domkantorei
Psalm 85

1. Du warest vormals gnädig deinem Land,  / du schontest es mit väterlicher Huld.  / Bei dir, o HERR, das Volk Errettung fand,  / und du vergabst aus Gnaden seine Schuld.  / In Liebe hatte sich dein Zorn verkehrt,  / es bat um Segen und es ward erhört.  / So tröste jetzt auch uns mit deiner Gnad,  / erbarme dich, vergib die Missetat.

2. Horch nun, mein Geist, ob Gott nicht Antwort gibt  / und nicht von Heil zu seinem Volke spricht.  / O ja, von Frieden spricht er, denn er liebt  / noch treu sein Volk, und er verlässt es nicht.  / Nur dass man treu auf seine Worte hör  / und niemals wieder sich zur Torheit kehr!  / Ja, wer ihn ehrt, dem naht die Hilfe schon,  / dass wieder Ehr in unserm Lande wohn.

3. Die Güte wird der Treu entgegengehn,  / Gerechtigkeit und Friede küssen sich.  / Du, Erde, wirst die Treue blühen sehn,  / vom Himmel schaut Gerechtigkeit auf dich.  / Gott ist uns gut und gießt Gedeihen aus,  / das Erdreich bringt den Segen uns ins Haus.  / Seht, vor ihm her geht die Gerechtigkeit,  / die unser Land mit jedem Schritt erfreut.  / Melodie: Genf 1562  / Text: Str. 1 nach Johannes Stapfer 1719-1803, Str. 2 und 3 nach Matthias Jorissen 1793


Dick Sanderman
Psalm 80

1. O Israel’s Shepherd, hear our pleading,  / O Thou who Joseph’s flock art leading,  / Enthroned above the cherubim!  / Shine forth before Thy Ephraim,  / Show Benjamin, Manasseh light!  / Come, save us, God! Stir up Thy might! 

2. How long wilt Thou with indignation  / Ignore Thy people’s supplication?  / Tears are the bread of Israel;  / Thou givest tears to drink as well.  / Thou makest us to suffer scorn;  / Our neighbors’ jeering we have borne.

3. LORD God of hosts, wilt Thou restore us;  / Cause then Thy face to shine before us.  / From servitude in Egypt’s land  / Didst Thou bring out a vine to plant.  / Where other nations dwelt before  / Thou plantedst it for evermore. / W. W. J. VanOene & William Helder, 1972


Genevan Psalter
Psalm 24

1. Der Erdkreis ist des HERRN allein  / und alles, was drauf wohnt, ist sein,  / sein der Geschöpfe große Heere.  / Durch Bäch und Flüsse, die er führt,  / hat er die Erde schön geziert,  / er gründet sie auf tiefem Meere.

2. Wer darf zum HERRN nach Zion gehn?  / Wer darf in seinem Tempel stehn,  / der Wohnung, die er sich erkoren?  / Wem Herz und Hand der Glaube lenkt,  / und wer des Bundes stets gedenkt,  / den Gott einst seinem Volk geschworen.

3. Der wird vom HERRN zu jeder Zeit  / viel Segen und Gerechtigkeit  / vom Gotte seines Heils erlangen.  / Wie Jakob wandelt er im Licht  / und sucht des HERREN Angesicht,  / von Gottes Gnade schon umfangen.

4. Ihr Pforten, hebt das Haupt empor,  / erweitert jedes ewge Tor!  / Der König kommt, er kommt mit Ehren.  / Wer ist der Ehrenkönig dann?  / Der HERR, dem alles untertan,  / der Überwinder großer Heere.

5. Ihr Pforten, hebt das Haupt empor,  / erweitre dich, uraltes Tor!  / Der König kommt, er kommt mit Ehren.  / Wer ist der König? Er ist Gott,  / er wird genannt HERR Zebaoth.  / Der ist der König aller Ehren.  / Melodie: Straßburg-Genf 1542 / Lyon 1548  / Text: nach Matthias Jorissen 1793


Dick Sanderman
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