Provokation

Herausforderung

Absurdes und Nachdenkenswertes aus den sozialen Medien kommentiert von Georg Rieger

Sexualisierte Gewalt Der jüngst veröffentlichte Abschlussbericht des Forschungsverbundes ForuM zur sexualisierten Gewalt in der Evangelischen Kirche hat eine erschreckend hohe Zahl von Fällen zum Vorschein gebracht. Und dabei ist die Quellenlage immer noch dürftig. Aus den meisten Landeskirchen wurden nämlich nur die die disziplinarisch behandelten oder bekannten Fälle eingebracht. Die „normalen“ Personalakten konnten aus verschiedenen Gründen nicht durchgesehen werden. Die Erfahrung aus einer katholischen Studie zeigt aber, dass sich genau in diesen unauffälligen Akten eine drei- bis vierfach höhere Anzahl von Fällen verbirgt.
Georg Rieger, Nürnberg
Pfarrpersonen gegen Rechts

Die Berliner Pfarrerin Lena Müller (dritte von links) postet unter @metablabla viel aus ihrem Alltag auf Instagram. Nach den Correctiv-Recherchern über Deportationspläne rechter Gruppen startete sie eine Aktion, der sich viele (auch viele reformierte) Pfarrer*innen anschlossen.

„Natürlich wissen wir: Mit einem hübschen Foto und einem Hashtag ist es nicht getan. Keine Sorge - wir tun weit mehr als das, digital und vor Ort. Aber in Zeiten, in denen Rechtspopulist*innen und Fundamentalist*innen soziale Medien mit ihrer Hetze fluten, finden wir es wichtig, hier klar Stellung zu beziehen.“ (https://www.instagram.com/p/C2K42rztSXG/)

#pfarrpersonengegenrechts


Georg Rieger, Nürnberg
An allem schuld

Schön, dass es manche noch mit Humor nehmen können. Mit Blick auf die Bauernproteste, die sich gegen die Ampel, aber bevorzugt gegen die Grünen wenden, schreibt Erik Marquardt (MdEP):

"Vielleicht müssen wir als Grüne auch grundsätzlich selbstkritischer sein. Nach 30 Jahren grüner Alleinherrschaft in Deutschland, Europa und den Bundesländern ist es schließlich nicht verwunderlich, dass wir die absolute Verantwortung für alle Sachen tragen, die falsch laufen."

(Quelle: https://www.instagram.com/p/C12QHTctM_R/)


Georg Rieger, Nürnberg
Weihnachtliche Eskalationen

Von nichts war vor den Weihnachtsfeiertagen öfter zu lesen als von der Angst vor der eigenen Familie: Junge und gar nicht mehr so junge Menschen wollen sich nicht sagen lassen, dass sie den falschen Job machen oder mit dem falschen Partner zusammen sind. Veganer*innen haben die ewige Rechtfertigung für ihre Essgewohnheiten satt. Immer wieder ist von der Befürchtung zu lesen, dass politische Diskussionen die Familienfeier sprengen.

Wenn Weihnachten dazu genutzt wird, sich gegenseitig fertig zu machen, läuft etwas gehörig falsch. Es zeigt aber auch, wie Familien außerhalb von Weihnachten scheinbar nicht miteinander im Gespräch sind.

Zum Glück waren nach den Feiertagen die Berichte über solche Eskalationen nur wenige. Haben die Verwandten die Posts gelesen und sich zusammengerissen oder waren manche Befürchtungen doch unbegründet?


Georg Rieger, Nürnberg
< 11 - 20 (323) > >>