Bibel
Durchgehende Lesung biblischer Bücher
Jeremia 6,22-23
22 So spricht der HERR: Sieh, aus dem Land des Nordens kommt ein Volk, und eine grosse Nation wird geweckt von den Enden der Erde. 23 Bogen führen sie und Sichelschwert, grausam ist es, und sie haben kein Erbarmen. Sie tönen wie das Meer, wenn es tost, und reiten auf Pferden, gerüstet wie ein Mann für den Krieg, gegen dich, Tochter Zion. tvz
Jeremia 6,20-21
20 Was soll ich denn mit Weihrauch aus Saba und mit köstlichem Gewürzrohr aus fernem Land? Eure Brandopfer gefallen mir nicht, und eure Schlachtopfer sind mir nicht genehm. 21 Darum, so spricht der HERR: Sieh, ich lege diesem Volk Steine in den Weg, und sie werden darüber stürzen, die Väter mit den Kindern, der Nachbar und sein Nächster, sie werden zugrunde gehen. tvz
„Denn sie reden nicht, was dem Frieden dient, und ersinnen falsche Anklagen wider die Stillen im Lande.“ (Psalm 35, 20)
Mit großer Bestürzung muss das Moderamen des Reformierten Bundes zur Kenntnis nehmen, dass die in seiner kürzlich veröffentlichten Stellungnahme zum Konflikt zwischen Russland und der Ukraine geäußerten Befürchtungen nun Wirklichkeit geworden sind. Der Angriff auf die Ukraine ist ein weiterer Bruch des Völkerrechts. Russland muss seine militärischen Aktionen sofort einstellen. Unsere Gedanken und Gebete sind bei den Menschen in den Kriegsgebieten. Wir bitten alle Gemeinden des Reformierten Bundes um ihre Fürbitte in Friedensgebeten und Gottesdiensten und ermutigen, die Kirchen auch zum stillen Gebet tagsüber zu öffnen.
Friedensgebet
Gott, du siehst die Schwachheit, / die sich hinter all der nackten Aggression verbirgt. / Gott, du spürst die Angst / in Augenblicken großer Hilflosigkeit. / Heile den kriegerischen Wahnsinn / und schütze alle, die jetzt in Gefahr sind. / Nimm die vergifteten Gedanken aus den Köpfen, / dass Stärke mit militärischer Macht gleichzusetzen sei. / Stärke die Solidarität unter uns. / Stärke diejenigen, / deren Ziele Schutz und Respekt sind. / Wir bitten nicht nur für die, die uns nahe sind, / sondern für alle Menschen, / mit denen wir uns gemeinsam nach einer besseren, / einer friedlicheren Welt sehnen. / Amen / (nach einem Gebet der Kommunität von Corrymeela)
Kathrin Oxen, Moderatorin Ref. Bund e. V.
Jeremia 6,16-17
16 So spricht der HERR: Stellt euch an die Wege und schaut, und fragt nach den uralten Pfaden, welches denn der Weg des Guten sei, und nehmt ihn und findet einen Ruheplatz für euch. Sie aber sagten: Wir gehen ihn nicht! 17 Und immer wieder habe ich Wächter über sie bestellt: Achtet auf den Klang des Schofar! Sie aber sagten: Wir achten nicht darauf! tvz
Jeremia 6,15
15 In Schande stehen sie da, denn sie haben Abscheuliches getan, sie schämen sich nicht im Geringsten, begreifen nicht, dass sie auch Schande bringen. Darum werden sie mit denen fallen, die fallen. Zur Zeit, da ich sie heimsuche, werden sie stürzen!, spricht der HERR. tvz
Jeremia 6,12b-14
12 Gegen die Bewohner des Landes strecke ich meine Hand aus! Spruch des HERRN. 13 Denn von ihrem Kleinsten bis zu ihrem Grössten sind sie alle nur hinter Gewinn her, und vom Propheten bis zum Priester sind sie alle Betrüger. 14 Und nur scheinbar geheilt haben sie den Zusammenbruch meines Volks, als sie sagten: Friede! Friede! Doch da ist kein Friede. tvz
Jeremia 6,11-12a
11 Ich bin voll vom Zorn des HERRN, bin zu müde, ihn zurückzuhalten. Giesse ihn aus über das Kind auf der Gasse wie auch über den Kreis der jungen Männer. Getroffen wird auch der Mann mit der Frau, der Alte und der Hochbetagte! 12 Und ihre Häuser werden in den Besitz anderer übergehen, die Felder wie auch die Frauen. tvz
Jeremia 6,8-10
8 Lass dich zurechtweisen, Jerusalem, damit ich mich nicht von dir abwende mit einem Schlag, damit ich dich nicht verwüste, zum unbewohnten Land mache. 9 So spricht der HERR der Heerscharen: Nachlese - am Rest Israels wird man Nachlese halten wie im Weinberg. Lass deine Hand noch einmal lesen, wie ein Winzer an den Ranken. 10 Wem soll ich noch zureden und wen ermahnen, damit sie hören? Sieh, ihr Ohr ist nicht beschnitten, und sie können nicht hinhören. Sieh, zum Hohn geworden ist ihnen das Wort des HERRN, es gefällt ihnen nicht. tvz
Jeremia 6,4b-7
4 Wehe uns, der Tag neigt sich, die Schatten des Abends werden länger. 5 Auf, und lasst uns hinaufziehen in der Nacht, und dann lasst uns ihre Paläste zerstören! 6 Denn so spricht der HERR der Heerscharen: Fällt Bäume und schüttet eine Sturmrampe auf gegen Jerusalem. Sie ist die Stadt, von der man weiss: Überall in ihr herrscht Gewalt. 7 Wie ein Brunnen sein Wasser sprudeln lässt, so lässt sie ihre Bosheit sprudeln, man hört von Gewalttat und Vernichtung in ihr, ständig vor Augen sind mir Wunden und Schläge. tvz
Jeremia 6,1-4a
6 1 Bringt euch in Sicherheit, ihr Benjaminiten, fort aus Jerusalem! Und blast den Schofar in Tekoa, und lasst Rauchzeichen aufsteigen über Bet-Kerem, denn von Norden blickt Unheil herab und grosser Zusammenbruch. 2 Die Schöne und Verzärtelte, die Tochter Zion vernichte ich. 3 Zu ihr kommen Hirten mit ihren Herden, sie schlagen ihre Zelte auf, ringsum, gegen sie, sie weiden ab, ein jeder seinen Teil. 4 Erklärt den Kampf gegen sie für heilig! Auf, und lasst uns hinaufziehen am Mittag. tvz
