Bibel

Durchgehende Lesung biblischer Bücher

Hier finden Sie täglich einen biblischen oder deuterokanonischen Text in nur einem Satz: Es handelt sich um eine weisheitliche Gattung, die hebräisch mashál, griechisch apóphthegma, lateinisch senténtia und deutsch Sinnspruch heisst. Wie weltweit in Sprichwörtern konzentriert sich in solchen Sätzen Lebenserfahrung als Weisheit, die man, wenn sie überzeugt, auswendig weiss und mündlich weitersagt. Weisheit verweist auf die göttliche Weltordnung in allem und jedem. Biblisch findet sie sich natürlich in Weisheitsbüchern wie Sprüche, Qohelet und Hiob, deuterokanonisch bei Sirach und Weisheit. Spruchweisheit kommt aber zitiert überall vor, auch im Neuen Testament. Wir danken dem Theologischen Verlag TVZ für die Texte.Lizenz: CC-BY-SA 4.0

Freitag 22. Dezember 2023

Matthäus 27,57-61

Dann wurde es Abend, und die Nacht brach an. Da kam Joseph aus Arimathia – ein reicher Mann, der Jesus’ Schüler geworden war –, ging zu Pilatus und bat ihn: «Gib mir den Toten!». Und als Pilatus befohlen hatte: «Gebt ihn heraus!», nahm Joseph den Leichnam, hüllte ihn in sauberes Leinen und legte ihn in sein eigenes Grab – eine Kammer, die er aus den Felsen hatte herausschlagen lassen. Dann wälzte er einen grossen Stein vor die Höhle und ging davon. Maria aus Magdala aber und die andere Maria blieben dort und setzten sich vor das Grab.


Übersetzung Walter Jens 1972
Donnerstag 21. Dezember 2023

Matthäus 27,55-56

Auch viele Frauen standen dabei, die aus der Ferne alles mitangesehen hatten. Sie waren Jesus von Galiläa her gefolgt, um für ihn zu sorgen: Maria aus Magdala und Maria, die Mutter von Jakobus und Joseph, die Mutter der Söhne des Zebedäus, und die anderen Frauen.


Übersetzung Walter Jens 1972
Mittwoch 20. Dezember 2023

Matthäus 27,51-54

Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei, die Erde bebte, die Felsen zerbarsten in Stücke, die Gräber öffneten sich, und die Frommen waren nicht länger mehr tot: Sie erwachten aus ihrem Schlaf und kamen, als Jesus erweckt worden war, aus den Gräbern hervor, gingen in die heilige Stadt und wurden von vielen gesehen. Als der Hauptmann und seine Wachsoldaten das Erdbeben sahen – und alles, was hier geschah! – erschraken sie sehr und riefen: «Es ist wahr! Dieser Mann war Gottes Sohn!»


Übersetzung Walter Jens 1972
Dienstag 19. Dezember 2023

Matthäus 27,45-50

Um die sechste Stunde aber breitete sich über dem ganzen Land eine Finsternis aus und blieb bis zur neunten. Das war die Stunde, als Jesus zu schreien begann: «Eli, eli, lema sabachthani», rief er er, und seine Stimme war laut – das heisst: «Mein Gott! Mein Gott! Warum hast du mich allein gelassen?» Einige, in der Nähe, verstanden den Schrei: «Er ruft nach Elia», und schon lief einer von ihnen hinzu, ergriff einen Schwamm, tauchte ihn in Essig, steckte ihn auf einen Rohrstock und wollte Jesus zu trinken geben. Doch die anderen riefen: «Lass das! Hilf ihm nicht! Wir wollen sehen, ob Elia kommt und ihn rettet.» Jesus aber schrie laut auf und starb.


Übersetzung Walter Jens 1972
Montag 18. Dezember 2023

Matthäus 27,39-44

Die Menschen kamen und gingen, sie schlenderten vorbei, schüttelten den Kopf, verspotteten ihn und riefen ihm zu: «Hilf dir doch selbst, wenn du Gottes Sohn bist. Du reisst ja auch den Tempel ab und baust ihn in drei Tagen wieder auf! Komm, steig herunter vom Kreuz!» Auch die Grossen Priester, die Mächtigen und Schriftausleger verspotteten ihn: «Andere hast du gerettet, aber dich selbst rettest du nicht! Komm herunter vom Kreuz, König von Israel, und wir glauben an dich! Du hast auf Gott vertraut, du hast gesagt, du seist sein Sohn: Mag Gott dich doch retten, wenn er dich will! So verhöhnten ihn alle, selbst die beiden Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren, lachten ihn aus.


Übersetzung Walter Jens 1972
Sonntag 17. Dezember 2023

Matthäus 27,37-38

Über seinem Haupt aber hatten sie eine Tafel befestigt, auf der seine Schuld stand: ‘Dies ist Jesus, der König der Juden’. Und neben ihm – der eine zur Rechten, der andere zur Linken – hingen zwei Räuber, die sie zusammen mit ihm hatten kreuzigen lassen.


Übersetzung Walter Jens 1972
Samstag 16. Dezember 2023

Matthäus 27,33-36

Dann zogen sie weiter und kamen zu einem Ort, der Golgatha heisst, das bedeutet ‘Ort des Totenkopfs’. Dort gaben sie ihm Wein zu trinken, der mit Galle vermischt worden war, aber Jesus kostete nur mit der Zunge davon. Trinken wollte er nicht. Nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, verlosten sie seine Kleider untereinander, liessen sich nieder und hielten Wache.


Übersetzung Walter Jens 1972
Freitag 15. Dezember 2023

Matthäus 27,27-32

Dann brachten ihn Pilatus’ Soldaten zum Palast des Statthalters, wo auch die Kasernen waren und zogen und zogen dort die ganze Mannschaft zusammen: Denn sie wollten ihn quälen. Sie nahmen ihm die Kleider weg, hingen ihm einen ihrer roten Mäntel um, setzten ihm einen Dornenkranz auf – geflochten aus Distelgestrüpp –, legten einen Rohrstock in seine Rechte, fielen vor ihm auf die Knie und verspotteten ihn: «Heil dir», riefen sie lachend, «König der Juden.» Dann spuckten sie ihn an, nahmen ihm den Stock aus der Hand, schlugen ihn damit auf den Kopf. Schliesslich zogen sie ihm den Soldatenmantel wieder aus, gaben ihm die eigenen Kleider zurück und führten ihn hinaus zur Kreuzigungsstätte. Auf dem Marsch dorthin kam ihnen ein Mann aus Kyrene, mit Namen Simon, in den Weg: Den zwangen sie – denn sie waren die Herren im Land –, das Kreuz aufzuheben und es für Jesus zu tragen.


Übersetzung Walter Jens 1972
Donnerstag 14. Dezember 2023

Matthäus 27,24-26

Als Pilatus sah, dass er nichts mehr ausrichten konnte – der Lärm schwoll immer mehr an, und die Unruhe wuchs –, nahm er Wasser, wusch im Angesicht des Volkes seine Hände und sagte: «Kein Blut ist an ihnen, von diesem Mann! Ihr aber: Seht nun selber zu!» Da antwortete ihm das ganze Volk, und alle sagten: «Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!» Darauf gab er ihnen Barrabas frei, Jesus aber liess er peitschen und zur Kreuzigung führen.


Übersetzung Walter Jens 1972
Mittwoch 13. Dezember 2023

Matthäus 27,15-23

Der Statthalter hatte die Gewohnheit, jeweils zum Passahfest einen Gefangenen zu begnadigen, den sich das Volk aussuchen durfte. Und da in diesen Tagen ein Mann mit Namen Barrabas im Gefängnis war, den jedermann kannte, rief Pilatus das Volk zusammen und fragte: «Wen soll ich euch freilassen: Barrabas oder Jesus, der der ‘Messias’ genannt wird?» Denn er wusste, dass sie Jesus nur aus Hass und Missgunst ausgeliefert hatten. Während Pilatus, auf dem Stuhl des Richters, mit der Verhandlung begann, schickte seine Frau einen Boten zu ihm, um ihn zu warnen: «Fass diesen Menschen nicht an, er ist schuldlos. Ich habe heute Nacht um seinetwillen im Traum viel gelitten.» Aber die Grossen Priester und Mächtigen überredeten das Volk: «Fordert, dass er Barrabas freigibt und Jesus hinrichten lässt!». Und als der Statthalter fragte: «Welchen von den beiden  soll ich begnadigen?», riefen sie «Barrabas!» Pilatus fragte: «Und Jesus, der ‘Der Messias’ genannt wird – wohin mit ihm?» Da schrien sie alle: «Ans Kreuz!» Pilatus fragte: «Warum? Was hat er Böses getan?» Da riefen sie noch lauter und brüllten: «Ans Kreuz!»


Übersetzung Walter Jens 1972
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