Theater barrierefrei

Lippe: Gehörlose Menschen besuchten Aufführung in Herford


Die Performance „Flirt“ in Laut- und Gebärdensprache im Stadttheater Herford © Lippe

Personen, die nicht hören können, sind von vielen kulturellen Veranstaltungen ausgeschlossen. Am Stadttheater Herford wurde nun die Performance „Flirt“ in Laut- und Gebärdensprache aufgeführt.

Die Beratungsstelle für Hörbehinderte im Diakoniereferat der Lippischen Landeskirche wollte dieses besondere Angebot unterstützen und lud interessierte gehörlose Kulturliebhaber zum Stück ein. 20 Theaterbesucher folgten der Einladung und erlebten eine bunte, lebendige Performance in Laut- und Gebärdensprache:

Menschen begegnen sich. Austesten, erste Blicke, leichtes Lächeln, ein Schritt aufeinander zu, ein Funkeln in den Augen. Wera Mahne und ihr Team aus tauben und hörenden Darstellerinnen und Darstellern starteten eine Online-Recherche, in der auch Menschen, die nicht zum Team gehörten, Geschichten und Erlebnisse zum Thema Flirten und Körpersprache beisteuern konnten. Aus dem Material ist ein Stück entstanden, das den Fokus auf Begegnungen legt: Was sagen wir eigentlich, wenn wir gerade nichts sagen? Gebärdensprache und Lautsprache werden in dieser Produktion künstlerisch miteinander verschränkt. Gemeinsam erschaffen sie Erlebnisräume, die die Zuschauer, hörend oder taub, auf ihrer jeweiligen Wahrnehmungsweise erleben können.

Bernd Joachim, zuständig für die Gehörlosenarbeit im Diakoniereferat der Lippischen Landeskirche: „Das Stück kam bei den gehörlosen Besuchern sehr gut an. Sie würden sich freuen, wenn es im kulturellen Bereich in der Region immer mal wieder solche Angebote geben würde“.


Quelle: Lippe

Von Gudrun Kuhn

Verzicht auf Kandidatur

EKvW: Theologe Michael Krause wird nicht für das Amt des Präses kandidieren
Der westfälische Pfarrer zog im Einvernehmen mit der Kirchenleitung der Landeskirche seine Kandidatur zurück. Er war im Juni vom Ständigen Nominierungsausschuss der EKvW als einziger Kandidat für die Wahl zum Amt des Leitenden Geistlichen benannt worden.

'Fassungslosigkeit und Entsetzen'

EKiR: Präses Thorsten Latzel reagiert bestützt auf Anschlag in Solingen
Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger führten in der Anschlagsnacht Dutzende Gespräche.
Die Auszeichnung geht an herausragende deutschsprachige Dissertationen oder Habilitationsschriften zur Geschichte des reformierten Protestantismus.

'Große Sorge'

ErK: Moderamen kritisiert geplante Kürzungen für humanitäre Hilfe
Der Bundeshaushalt 2025 sieht Streichungen in den Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit vor. Das Moderamen der Evangelisch-reformierten Kirche ruft Bundestagsabgeordnete zu Einsatz "für eine gerechte, friedlichere und sicherere Welt" auf.

Lippische Landeskirche geht weiteren Fällen sexualisierter Gewalt nach

Ansprechstellen für Betroffene gibt es in Detmold und Blomberg
Die Lippische Landeskirche geht zwei weiteren Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt nach. Anfang dieses Jahres waren bereits zwei Fälle aus den 1980er und 1990er Jahren veröffentlicht worden.

Glanzvolles Ende in Bad Salzuflen

16. Lippischer Orgelsommer endet mit einem Hauch von Frankreich und einer Hommage an Théodore Dubois
Organisten sind fürs Publikum oft unsichtbar. In der Liebfrauenkirche zeigte eine Videoprojektion das beeindruckende Spiel des Künstlers und brachte das Orgelspiel optisch ganz nah.

''Unterschiede benennen, nicht nur nivellieren''

Reformierte Wissenschaftler plädieren für mehr religiöses Bewusstsein
25 Jahre nach der Gründung der Gesellschaft für die Geschichte des reformierten Protestantismus ist die Kenntnis konfessioneller Divergenzen zurückgegangen. Was das bedeutet? reformiert-info sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Prof. Martin Sallmann und der stellvertretenden Vorsitzenden Prof. Nicola Stricker.

Schritt für Schritt

Mittwochskolumne von Paul Oppenheim
Schon in der Antike gelang nur selten der olympische Waffenstillstand und doch beflügeln Olympische Spiele immer wieder den Traum von einer friedlicheren Welt. Die Spiele von Paris, die so unerwartet friedlich verliefen, nähren die Hoffnung, dass Völkerverständigung und Wettstreit ohne Blutvergießen erreichbare Ziele sind.

Gemeinsam für die Zukunft lernen

Lippe: Pilotprojekt - Gossner-Gäste aus Indien und Sambia auf dem Acker
Fröhliches Lachen schallt über die sonst so ruhigen Ackerflächen in Dalborn: Vier junge Freiwillige aus Indien und Sambia sind zwei Tage lang zu Gast. Sie mulchen, ernten Erbsen und schwingen sich auf den Traktor. Kurzum: Sie wollen lernen, was genau es mit der Solidarischen Landwirtschaft (SoLaWi) auf sich hat.