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Open the doors!
50 Jahre Frauenordination in Schottland

Auf den Stufen, die zur Assembly Hall der Church of Scotland führen, haben sich mehrere Hundert Pfarrerinnen versammelt. Sie feiern 50 Jahre Frauenordination in Schottland.
Der Verkehr musste gestoppt werden, als die Pfarrerinnen, Pastorinnen, women ministers und wie sie alle heißen mit ihren Unterstützer*innen die Straße in einer Prozession zur Assembly Hall in Edinburgh hinaufliefen. Im Hof vor der Assembly Hall wurden sie von Rev Dr Margaret Forrester empfangen, die sich selber als „007 – licensed to preach“ vorstellte. Sie hatte vor 50 Jahren für die Frauenordination gekämpft und voller Stolz blickte sie auf die vergangenen Jahre zurück. 1967 wurde den Frauen das Rederecht in der Synode verweigert, um die Frauenordination einzufordern. Weil niemand sie anhören wollte, luden sie die Presse ein und brachten Bewegung in die Debatte. Ein Jahr später schon wurde die Frauenordination eingeführt. An der Seite von Rev Forrester standen zwei Frauen, Mutter und Tochter, beide ordinierte Pfarrerinnen. Pfarrer deren Söhne und deren Söhne und deren Söhne Pfarrer geworden sind, gibt es viele. Die Genealogien der Pfarrerinnen haben erst begonnen.
Pfarrerinnen aus Schottland und Pfarrerinnen aus den Partnerkirchen von allen Kontinenten, die zu diesem Jubiläum eingeladen wurden, versammeln sich auf der großen Treppe, damit ein Foto gemacht werden kann. Der Fotograf meint die Türen im Hintergrund müssten geschlossen werden, damit das Bild besser aussähe. Doch da erhebt sich lachender Protest: Open the doors!
Nein, nie wieder wollen wir vor geschlossenen Türen stehen. Öffnet die Türen und lasst sie weit offen, wir kommen!
Meike Waechter


