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'Gott möchte, dass wir Recht einfordern'
Neujahrsbotschaft von Manfred Rekowski

Mutig und getröstet ins neue Jahr zu gehen, dazu hat Präses Manfred Rekowski aufgerufen. „Für Zeiten des Übergangs, aber auch vor einer bestimmten, alles verändernden Situation oder vor Betreten von Neuland tun uns ermunternde Worte gut. Mut machende Worte können helfen, den Übergang zu wagen, uns auf Neues einzulassen oder ein unabänderliches Geschehen anzugehen“, sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland am Neujahrstag in seiner Predigt über einen Abschnitt aus dem biblischen Buch Josua in Essen: „Gott ist bei uns. So gehen wir in dieses Jahr, voller Trost und mit viel Mut.“
Die Geschichte des Josua, der nach dem Tod von Mose das jüdische Volk nach 40 Jahren ungewisser Wüstenwanderung ins gelobte Land führen soll, sei ein gutes Beispiel, worauf es für Menschen tatsächlich ankommen. Gott habe von Josua nicht verlangt, dass er sich „gut aufstellt“: „Kein Wort davon, dass er seine Leute für den gefährlichen Übergang aus der Wüste in das Land auf der anderen Seite in Stellung bringen soll. Schulungen, Fortbildungen, Empowermentprogramme u. ä. würden Beraterfirmen vermutlich empfehlen. Für den Erfolg der Geschichte des Volkes Gottes zählt nur, wie Gott handelt, und Gottes Handeln besteht im Geben und Schenken: ,denn der Herr, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst‘.“
Sich auf Gottes Zusagen zu verlassen, gebe Kraft und Mut selbst Neuland zu betreten, machte der oberste Repräsentant der Evangelischen Kirche im Rheinland deutlich. Er predigte anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Gnadenkirche in Essen-Frintrop.
Die Neujahrsbotschaft von Präses Manfred Rekowski:
„Gott bietet Freiheit und Sicherheit, aber nicht grenzenlos, nicht auf Kosten anderer. Auf Gottes Zusage vertrauen, getrost sein in einer Zeit, in der viele nicht bei Trost sind - das ist Aufgabe der Kirchen. Menschen Zuversicht und Halt zu geben, das ist unser Auftrag in der Nachfolge Jesu Christi. Gott möchte, dass wir Recht einfordern, für uns und für andere die Stimme erheben.“
Quelle: EKiR


